Nach Aufregung: Australien mildert Pläne für Backpacker-Steuer ab

Bislang kamen Backpacker, die Kurzzeit-Jobs in Australien annahmen, dank eines Freibetrages meist ums Steuerzahlen herum. Jetzt wird der Freibetrag abgeschafft.

Beim Tramperrennen geht es dem Teilnehmern weniger um das Gewinnen, sondern mehr darum die eigenen Grenzen zu überwinden.
© iStock

Sydney – Nach scharfer Kritik von Tourismus- und Agrarverbänden hat die australische Regierung die angekündigte „Backpacker-Steuer“ entschärft. Der Steuersatz für ausländische Touristen, die in Australien kurzfristig als Saisonarbeiter Geld hinzuverdienen, werde nur noch 15 Prozent anstelle der zunächst geplanten 32,5 Prozent betragen, kündigte Finanzminister Scott Morrisson am Montag in Canberra an.

Allerdings bleibe es dabei, dass die Steuer vom ersten verdienten Dollar an ohne Freibeträge gezahlt werden muss. Viele der eher finanzschwachen Rucksack-Touristen verdienen sich auf ihrer Australien-Reise etwas Geld beispielsweise als Erntehelfer in der Landwirtschaft hinzu. Bisher hatte für die Verdienste ein Steuer-Freibetrag von 18.200 australischen Dollar (12.800 Euro) gegolten, weswegen viele Backpacker um eine Steuerzahlung herumkamen. Diesen Freibetrag will die Regierung aber abschaffen, um mehr Geld einzunehmen.

Tourismusverbände hatten die Pläne kritisiert und vor einer abschreckenden Wirkung auf Australienreisende gewarnt. Besonders scharfe Gegenwehr kam von den Agrarverbänden, die darauf hinwiesen, dass die Saisonkräfte für die Erntehilfe unverzichtbar seien. Der Nationale Farmer-Verband begrüßte nun den Kompromissvorschlag der Regierung. (APA/AFP)

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Kommentieren


Schlagworte