ÖVP - FPÖ höhnt und vermisst Linie bei BP-Wahl

Wien (APA) - Der oberösterreichische FPÖ-Landesparteichef Manfred Haimbuchner hat am Montag über die Situation in der ÖVP gehöhnt. VP-Klubch...

Wien (APA) - Der oberösterreichische FPÖ-Landesparteichef Manfred Haimbuchner hat am Montag über die Situation in der ÖVP gehöhnt. VP-Klubchef Reinhold Lopatka könne mit seiner Empfehlung für Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer die ÖVP-Linie gar nicht konterkarieren, da es gar keine Linie gebe, so Haimbuchner. Lopatka wollte sich nicht zu der Causa äußern.

„Ich könnte Kollegen Mitterlehner genug Namen aus den Reihen der ÖVP nennen, die ob der freien Entscheidung, dass sie Norbert Hofer die Stimme geben wollen, demnach ebenfalls von ihm zu einem Einzelgespräch gebeten werden müssten“, stellte der Freiheitliche in einer Aussendung fest. Haimbuchner, der auch stellvertretender Bundesparteiobmann ist, kritisierte weiters, dass es für ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner offenbar in Ordnung sei, wenn sich ÖVP-Bürgermeister für den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen aussprechen.

Wann das angekündigte Gespräch zwischen Mitterlehner und Lopatka genau stattfindet, war Montag in der Früh noch nicht in Erfahrung zu bringen. Es könnte im Rahmen des Montags-Jour Fixes am Nachmittag stattfinden. Lopatka selbst wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm, sie ist auch eine Stellvertreterin Lopatkas als Klubchef, ortet „Irritationen“ zwischen den beiden. Am wichtigsten sei es nun, dass Mitterlehner und Lopatka miteinander reden, diese Irritationen ausräumen und das Vertrauen wieder herstellen, meinte sie gegenüber der APA.

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Dass es tatsächlich zu einem Abgang des Klubchefs kommen könnte, gilt in der ÖVP als äußerst unwahrscheinlich, umso mehr als dem Vernehmen nach eine Mehrheit der schwarzen Abgeordneten selbst eher pro-Hofer eingestellt ist. Noch dazu ist laut Geschäftsordnung der Klubchef für die gesamte Legislaturperiode gewählt und kann de facto nur freiwillig abtreten.

Eine offizielle Wahlempfehlung der ÖVP gab es für die Bundespräsidenten-Stichwahl nicht, es gibt auch keinen Vorstandsbeschluss dazu, lediglich ein „Agreement“, bestätigte die Bundespartei am Montag. Allerdings sprachen sich in den vergangenen Wochen abwärts von Mitterlehner einige Parteivertreter für ihren Favoriten aus.

~ WEB http://www.oevp.at

http://www.fpoe.at ~ APA098 2016-11-28/10:22


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