Gauck bei Multinationalem Korps in Stettin - Zeichen an Moskau

Stettin (APA/dpa) - Angesichts internationaler Krisen und anhaltender Herausforderungen durch Moskau hat der deutsche Bundespräsident Joachi...

Stettin (APA/dpa) - Angesichts internationaler Krisen und anhaltender Herausforderungen durch Moskau hat der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck das Hauptquartier des Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) der NATO in Stettin besucht. Gauck wurde in der polnischen Stadt vom deutschen Kommandanten des Korps, Generalleutnant Manfred Hofmann, begrüßt.

Der deutsche Bundespräsident wollte sich am Montag zusammen mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda über die Arbeit und den Bereitschaftsgrad der von Deutschland, Polen und Dänemark geführten Einheit informieren. Auch ein Rundgang durch den mobilen Gefechtsstand des Korps-Hauptquartiers war geplant. Gegen 13.15 Uhr wollten sich Gauck und Duda öffentlich äußern.

Der Besuch Gaucks gilt auch als Bekenntnis zur multilateralen Zusammenarbeit und zur Bündnistreue innerhalb der NATO in Zeiten internationaler Krisen und neuer Bedrohung durch Moskau. Am Wochenende hatte Gauck der „Welt am Sonntag“ gesagt, er erwarte, dass Deutschland während der Regierung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump im multilateralen und besonders im europäischen Zusammenhang noch mehr internationale Verantwortung übernehmen müsse.

Das Korps in Stettin wurde als Reaktion auf die Ukraine-Krise seit 2015 von 200 auf rund 400 Soldaten aufgestockt. Davon sind etwa 100 aus Deutschland. Die Einheit erhöht derzeit ihren Bereitschaftsgrad, um wirksam auf die Herausforderungen durch Moskau an der östlichen NATO-Flanke reagieren zu können. Bei einer Krise soll das Korps das Kommando über die schnelle Eingreiftruppe der NATO übernehmen können, die „Speerspitze“.

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