Zukunft ohne Spiegelzelt

Nach dem Aus des „Festivals der Träume“ soll das angedachte Nachfolge-Projekt bereits im nächsten Jahr erstmals stattfinden.

Dem Schwerpunkt Cirque Nouveau wollen die Nachfolger des "Festivals der Träume" genauso treu bleiben wie dem August-Termin.
© Festival der Träume

Innsbruck –Auf den Paukenschlag folgt die Beruhigung: „Ja, es wird kein ,Festival der Träume‘ mehr geben“, sagt Alexander Paget. Aber: „Wir sind mit unserem Konzept für ein Nachfolge-Projekt weiter, als die meisten wohl vermuten würden“, so der Veranstaltungstechniker am Montag im Gespräch mit der TT.

Wie berichtet, hatte Herbert Waltl, Initiator und langjähriger Leiter des „Festivals der Träume“, Ende vergangener Woch­e das Aus des Inns­brucker Kleinkunstfestivals bestätigt. Im TT-Gespräch erklärte Waltl außerdem, dass Paget, zuletzt technischer Leiter der Veranstaltungsreihe, und Karl Heinz Helmschrot – der Berliner Schauspieler und Regisseur verantwortete seit 2013 das Programm des „Festivals der Träum­e“ – die Möglichkeiten eines Anschlussprojekts prüfen. Und diese, so Paget gestern, seien inzwischen durchaus konkret. „Konkret, aber noch nicht spruchreif.“

In der kommenden Woche sollen bei einem Treffen in München letzte Einzelheiten geklärt werden. Darunter auch der Name des neuen Festivals.

Einige Gewissheiten freilich gibt es bereits. So soll das neue Festival schon im kommenden Jahr erstmals stattfinden. Angedacht sei dabei der traditionelle „Festival der Träume“-Termin im August. 16 Künstler und Gruppen habe man bereits engagiert. Mit ihnen will Helmschrot vier Shows ent­wickeln, die – so Paget – „in dieser Form nur in Innsbruck zu erleben sind“. Und zwar in der Dogan­a.

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Die beim letzten „Festival der Träume“ aus Kostengründen eingesparte Spielstätte soll das Zentrum des neuen Festivals werden. Paget: „Der von Helmschrot seit 2013 forcierte Schwerpunkt auf Körperkunst, Varieté und Cirque Nouveau soll da weiterentwickelt werden, wo er seinen Ausgang nahm“, erklärt Paget. Gespräche mit den Betreibern der Dogana seien „vielversprechend“ verlaufen. Verzichtet wird hingegen auf das Spiegelzelt auf dem Vorplatz des Tiroler Landestheaters. Der Blick aufs kalkulierte Budget zeige, „dass wir nur die Dogana schaffen“. Grundlage für die Erhebung sind die Fördersummen der vergangenen „Festival der Träume“-Auflagen. Die Stadt subventionierte das Festival mit 45.000 Euro, das Land mit 15.000 Euro. Treffen mit den möglichen Fördergebern sollen in den kommenden Wochen stattfinden. 2017 gäbe es zudem Chancen auf ein­e finanzielle Zuwendung des Bundes, der erstmals eine Förderschiene für Cirque Nouveau ausgeschrieben hat. (jole)


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