Bauernresolution gegen Laufstall-Zwang

Lienz – Auf kleinen Bauern lastet immer mehr Druck. Zu diesem Schluss kommen die Bezirksbauernräte aus Osttirol und dem Südtiroler Puster- u...

(Symbolfoto)
© Thomas Böhm

Lienz –Auf kleinen Bauern lastet immer mehr Druck. Zu diesem Schluss kommen die Bezirksbauernräte aus Osttirol und dem Südtiroler Puster- und Gadertal. Bei einer gemeinsamen Sitzung in Lienz verabschiedeten die Funktionäre eine Resolution. Darin bekennen sie sich zur Zusammenarbeit und wollen länderspezifische Beschränkungen beim Warenaustausch abbauen.

„Wir wollen gemeinsam gegen gesellschaftliche Entwicklungen vorgehen, die den Bauern das Leben erschweren“, sagt der Osttiroler Bauernbundobmann und VP-Landtagsmandatar Martin Mayerl. Eine solche gesellschaftliche Strömung ist der Druck, Rinder nicht mehr im Stall anzubinden, sondern einen Freilauf-Stall zu errichten. „Bei uns im Berggebiet sind die Tiere ohnedies acht Monate pro Jahr im Freien“, sagt Mayerl. „Außerdem hat ein Laufstall auch Nachteile. Im Anbindestall geht man beim Melken zwischen den Kühen durch und hat mehr Kontakt zu ihnen. Im Laufstall fällt das weg, die Tiere entwöhnen sich vom Menschen.“ Es könne sich auch nicht jeder den Bau eines neuen Stalles leisten. „Die Betriebe sagen dann, da komme ich nicht mehr mit, und geben auf“, sagt Mayerl. Druck käme auch von Handelsketten, die mit Bildern von Naturidylle werben wollen. (co)


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