Höchste Zeit, auch die Bürger zu fragen

Die Fügener beeindruckten beim Ideennachmittag zu Straße, Schloss und Dorfentwicklung mit ihren Meinungen und Gedanken. Sie wollen mitanpacken.

© Communalp GmbH

Von Eva-Maria Fankhauser

Fügen –Mit jeder Menge Ideen im Gepäck kamen die Fügener vergangenen Freitag zum Bürgerbeteiligungsprozess ins Fügener Schloss. Von Co-Working-Spaces über ein Freilufttheater bis hin zum Zarenzimmer war alles dabei.

Rund 140 Fügener ließen sich die Chance nicht entgehen, ihren „Senf“ dazuzugeben. „So haben wir eine flächendeckende Meinung erhalten“, sagte BM Dominik Mainusch. An den Thementischen – Straße, Schloss innen und außen sowie Dorfkernentwicklung – wurde diskutiert, philosophiert und in die Zukunft geblickt. „Das Thema Straße wurde meiner Meinung nach zu wenig konkretisiert. Der Workshop zum Schloss war super“, berichtet der Fügener Florian Hartl. Laut ihm sei es gut, dass diese Prozesse nicht mehr im stillen Kämmerchen passieren würden. Der Tenor war klar: Diese Veranstaltung war dringend nötig.

Für Christian Molzer, Vorstand Abt. Verkehr und Straße, waren interessante Ideen rund um die Problemlösung auf der Bundesstraße dabei. Über eine Variante abzustimmen sei aber nicht angedacht gewesen. „Hier ging es um Ziele und Kriterien, die erfüllt werden sollen“, erklärte Molzer. Dazu zählten Verkehrssicherheit, Grundverbrauch oder die Erreichbarkeit der Betriebe. Für den Fügener Martin Pungg muss endlich etwas weitergehen: „Es wurden auf neutraler Art gute Anstöße gegeben.“

Dass man alle Themen aber als Ganzes sehen müsse, betonte Hans Peter Horak. „Es war deutlich zu sehen, dass alle an einem Strang ziehen“, sagte Hannes Pramstraller. Er leitete den Workshop rund ums Fügener Schloss. „Es waren teils auch mutige und lustige Ideen, wie etwa eine Fürsten-Suite“, sagte Pramstraller. Vor allem liege es den Fügenern am Herzen, dass das Schloss für eine ganzjährige Frequenz sorgen solle. „Die Palette reicht vom Zillertalmarkt mit heimischen Produkten bis hin zur Schnapsverkostung und sozialen Einrichtungen“, erzählte er. „Das Schloss sozial zu nutzen, finde ich nicht so gut. Das Schloss soll beleben“, sagte der Fügener Patrick Winkler. Einen Eventplatz im Schlosshof, Gastrobetriebe und Gewerbe fände er sinnvoller. Viel Kultur, die Verlegung der Gemeinde oder des Standesamtes waren weitere Ideen fürs Schloss. Auch ein­e Tiefgarage sei laut BM Mainusc­h notwendig.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Die Ideen werden nun von Communalp gesammelt, in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst und im Februar präsentiert. Auch per CommunAPP können noch Ideen abgegeben werden.


Kommentieren


Schlagworte