Deutsche Einigung auf Mittel für Braunkohle-Altlasten im Osten

Berlin (APA/AFP) - Mit einer Finanzierungssumme von mehr als einer Milliarde Euro sollen in den nächsten Jahren die Folgen des Braunkohleabb...

Berlin (APA/AFP) - Mit einer Finanzierungssumme von mehr als einer Milliarde Euro sollen in den nächsten Jahren die Folgen des Braunkohleabbaus in Ostdeutschland abgemildert werden. Der Bund und die Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verständigten sich darauf, die sogenannte Braunkohlesanierung zwischen 2018 und 2022 mit 1,23 Mrd. Euro zu finanzieren, wie die Regierung am Montag mitteilte.

Davon entfallen demnach 851 Mio. Euro auf den Bund.

Mit den Mitteln sollen die ökologischen und bergbaulichen Altlasten des DDR-Braunkohleabbaus in der Region beseitigt werden. Zudem sollen die Regionalentwicklung gefördert und Arbeitsplätze gesichert werden.

Drei Viertel des Geldes gehen nach Ministeriumsangaben an den bundeseigenen Bergbausanierer LMBV - Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren daran, stillgelegte Tagebaue und Veredelungsbetriebe zu sanieren, um die Standorte für andere Zwecke wieder nutzbar zu machen, von der Ansiedlung von Industrie über Naturschutz bis hin zum Tourismus.

Die Einigung muss noch von den betroffenen Landeskabinetten gebilligt werden. Im nächsten Frühjahr soll die Finanzierungsvereinbarung dann offiziell von allen Beteiligten unterzeichnet werden.


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