Hohe Haftstrafe für Palästinenser ein Jahr nach Attentat in Tel Aviv

Tel Aviv (APA/dpa) - Ein Jahr nach einem tödlichen Anschlag in einem Tel Aviver Bürogebäude ist der palästinensische Attentäter zu einer hoh...

Tel Aviv (APA/dpa) - Ein Jahr nach einem tödlichen Anschlag in einem Tel Aviver Bürogebäude ist der palästinensische Attentäter zu einer hohen Haftstrafe verurteilt worden. Die Freiheitsstrafe betrage zweimal lebenslänglich und 20 Jahre, teilte das Tel Aviver Bezirksgericht mit.

Der 1979 geborene Palästinenser hatte am 19. November vergangenen Jahres im Panorama-Gebäude in Tel Aviv zwei Israelis getötet und einen dritten mit einem Messer schwer verletzt. Der Richter begründete die lange Haftstrafe mit der besonderen Schwere der Tat. Der Mann habe das 23 Zentimeter lange Messer aus einem Kebab-Restaurant gestohlen und damit einen Israeli mit 14 Stichen und einen zweiten mit neun Stichen am ganzen Körper getötet, hieß es in dem Urteil.

Zuvor hatte ein Gericht in Lod einen anderen Palästinenser zu 16,5 Jahren Haft verurteilt. Er hatte in Petah Tikva bei Tel Aviv einen Israeli mit einem Messer verletzt.

Seit mehr als einem Jahr sind bei ähnlichen Angriffen 37 Israelis getötet worden. Mehr als 230 Palästinenser kamen ums Leben, die meisten wurden bei ihren eigenen Anschlägen erschossen. Als ein Auslöser der Anschlagswelle galt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist.


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