Pflegestudium ist ab Herbst 2019 in Lienz möglich

In drei Jahren soll das Bachelorstudium der Pflegewissenschaften auch am Bezirkskrankenhaus Lienz möglich sein. 32 Plätze stehen zur Verfügung.

© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Lienz –Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Bezirkskrankenhaus (BKH) Lienz bildet schon seit 1959 diplomierte Pflegekräfte in einem dreijährigen Lehrgang aus. Seit 2004 können auch Pflegehelferinnen dort ihre Ausbildung machen. In Zukunft wird das Berufsbild in der Pflege jedoch anders aussehen: Es gibt dann drei Stufen: Der Beruf mit der geringsten Qualifikation ist jener der Pflegeassistentin, die zum Beispiel Kranken bei der Körperpflege hilft. Neu ist der Beruf der Pflegefachassistentin. Sie darf etwa Leitungen für Infusionen legen. Die höchste Qualifikation ist jene, die mit einem Bachelor-Titel bis hin zum Doktorat abschließt. Dabei handelt es sich um ein sechssemestriges Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften, das von der Fachhochschule für Gesundheitsberufe und der UMIT in Hall gemeinsam mit dem BKH Lienz angeboten werden soll. „Geplanter Start ist im Herbst 2019“, sagt Manuela Girstmair, Leiterin der Lienzer Pflegeschule. Vorerst soll jedes zweite Jahr mit diesem Studium begonnen werden. Damit hätte der Standort Osttirol neben dem Mechatronik-Studium ein zweites akademisches Ausbildungsangebot vor Ort. „Wir wollen 32 Studienplätze anbieten“, sagt Girstmair. Zugangsvoraussetzung ist, wie für jedes Studium, die Matura oder eine gleichwertige Prüfung.

Der Trend zur Höherqualifizierung ist in Lienz durchaus da. In der Ausbildung zur Diplompflege hat bereits ein Drittel der Anfänger die Matura. Und seit einigen Jahren machen immer wieder Diplomschüler zusätzlich die Ausbildung zum Pflege-Bachelor, allerdings müssen sie dafür bis dato nach Nordtirol.

Die zusätzlichen Ausbildungsangebote bringen auch höhere Schülerzahlen mit sich. Girstmair rechnet ab Herbst 2019 mit bis zu 154 Personen pro Jahr. Dafür ist mehr Platz nötig. Andreas Köll, Obmann des Osttiroler Krankenhausverbandes, stellt einen Neubau in Aussicht. Er soll sich dort befinden, wo jetzt der große Krankenhaus-Parkplatz ist. Die Autoabstellplätze sollen dann auf zwei unterirdische Parkdecks verlegt werden.

Das BKH bildet nicht nur Kräfte für den eigenen Bedarf aus, sondern auch für Sozialsprengel und Altenheime.


Kommentieren


Schlagworte