TUI-Ferienflieger mit Niki fixiert, nun Sorge bei Belair

Berlin/Schwechat/Hannover (APA) - Die geplante Ferienfluggesellschaft aus TUIfly und der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki hat vom TU...

Berlin/Schwechat/Hannover (APA) - Die geplante Ferienfluggesellschaft aus TUIfly und der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki hat vom TUI-Aufsichtsrat letzte Woche grünes Licht bekommen. Beim Schweizer Ferienflugunternehmen Belair wachsen nun aber die Sorgen.

Im Gefeilsche, bei dem gerade Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin in Einzelstücke zerlegt wird, soll offenbar die Schweizer Tochter Belair geopfert werden, schrieb die „Neue Zürcher Zeitung (NZZ) am Sonntag. Unter der Marke Air Berlin fliegt Belair mit rund 300 Mitarbeitern ab Zürich und Basel rund 30 Ziele an.

In den Berichten und Aussendungen zu dem Deal zwischen dem deutschen Reisekonzern TUI und Air-Berlin-Hauptaktionär Etihad war Belair jedenfalls nirgends vorgekommen.

TUI bringt für den Deal seine Airline TUIfly ein. Air Berlin verkauft sein touristisches Geschäft sowie die Beteiligung an der österreichischen Niki an die arabische Fluggesellschaft Etihad. Der Kauf erlaubt es Etihad, nochmals frisches Kapital in die stark angeschlagene Air Berlin einzuschießen. Etihad bringt die übernommenen Teile als Sacheinlage in die neue Ferienflieger-Gesellschaft (Arbeitstitel: „Blue Sky“) ein.

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Dass das Schicksal von Belair unerwähnt blieb, obwohl auch die Schweizer Crew mit ihrem Schwerpunkt auf Tourismusdestinationen eigentlich gut ins Konzept passen müsste, hat die Belegschaft in der Schweiz nun schwer irritiert. Die Angestellten tappen im Dunkeln. In einer internen Mitteilung von Air Berlin hieß es laut „NZZ“ nur, man prüfe alle strategischen Optionen. „Die Mitarbeiter sind natürlich extrem verunsichert“, wird ein Air Berlin/Belair-Angestellter zitiert.

In der Zeitung werden Vermutungen geäußert, TUI dränge Air Berlin dazu, die Schweizer Tochter zu schließen, um sich erneute unschöne Szenen bei der eigenen TUIfly-Belegschaft zu ersparen. Da die neu zusammengewürfelte Airline reichlich Personal und Fluggeräte habe, würde man wohl den hochpreisigen Schweizer Markt gern bedienen, ohne die lokale Crew zu übernehmen. Air Berlin wollte sich bisher nicht äußern.

Der Zeitung zufolge schreibt Belair wohl als eine der wenigen Firmenteile im Air Berlin-Konglomerat schwarze Zahlen. Dafür hätten die Angestellten große Opfer gebracht. 2015 gab es ein radikales Sparprogramm über 8 Mio. Franken ( (7,5 Mio. Euro). Bodenpersonal und Flugbegleiter mussten auf 10 Prozent ihres Lohns verzichten, Management und Piloten auf 10 bis 20 Prozent.

~ ISIN GB00B128C026 DE000TUAG000 WEB http://www.airberlin.com

http://www.flyniki.com

http://www.tui-group.com/de ~ APA353 2016-11-28/15:50


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