Referendum in Italien - Renzi: „Nein wäre ein Problem für Italien“

Rom (APA) - Seine Niederlage beim Referendum am kommenden Sonntag betrachtet Italiens Premier Matteo Renzia als „Problem für die Zukunft Ita...

Rom (APA) - Seine Niederlage beim Referendum am kommenden Sonntag betrachtet Italiens Premier Matteo Renzia als „Problem für die Zukunft Italiens“, aber nicht für sich selbst. „Ein Sieg des Nein wäre ein Problem für die Zukunft des Landes, nicht für mich. Ich bin ein freier Mensch. Ich bin nicht wie jene alten Politiker, die an ihrem Sessel klebten“, sagte Renzi im Interview mit dem US-Sender CBS.

„Gewinnt das ‚Ja‘ beginnt für Italien die Zukunft. Italien braucht eine Zukunft. Unsere Vergangenheit ist wunderbar, sie genügt aber nicht. Italien ist nicht nur Museum und Vergangenheit“, sagte der Premier.

Die Opposition drängt inzwischen auf den Rücktritt Renzis, sollte das „Nein“ gewinnen. „Wenn das ‚Nein‘ siegt, muss Renzi zurücktreten und einsehen, dass die Italiener seine Reform nicht haben wollen“, sagte der Chef der ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord, Matteo Salvini. Er sprach sich gegen eine Fachleute-Regierung aus, die das Land bis zum Ende der Legislaturperiode 2018 führen solle.

Die Mailänder Börse reagierte am Montag negativ auf die politischen Turbulenzen vor dem Referendum. Sie verlor am Montag circa 1,7 Prozent ihres Wertes. Die populistische Fünf Sterne-Bewegung versicherte indes, dass es zu keiner „Heuschreckenplage“ in Italien kommen wird, sollte das „Nein“ gewinnen. „Keine Finanzkatastrophe droht Italien, sollte die schlechte Renzi-Reform abgelehnt werden“, betonte die Partei des Starkomikers Beppe Grillo.

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