Albanien - Ausländische Kräfte arbeiten gegen unseren EU-Kurs

Berlin/Tirana (APA/Reuters) - Der albanische Ministerpräsident Edi Rama kritisiert die Einmischung ausländischer Kräfte in die Politik der W...

Berlin/Tirana (APA/Reuters) - Der albanische Ministerpräsident Edi Rama kritisiert die Einmischung ausländischer Kräfte in die Politik der Westbalkan-Staaten. „In unser Region sind Akteure von außen tätig, die jede Unsicherheit ... ausnutzen werden, um unsere Beziehungen zur EU zu zerstören“, sagte Rama am Montag vor einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Diplomaten aus Westbalkan-Ländern wie Albanien beklagen seit geraumer Zeit, dass Russland versuche, seinen Einfluss in Ländern wie Montenegro, Serbien, Mazedonien und nun auch Albanien zu verstärken. Länder mit einer muslimischen Bevölkerung wie Albanien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina registrieren zudem einen stärkeren Einfluss aus der Türkei, aber auch Saudi-Arabien. Zuletzt war Russland in Montenegro vorgeworfen worden, hinter einem Putschversuch gegen den prowestlichen Regierungschef zu stehen - was Moskau zurückwies.

Rama betonte, sein Land werde auf jeden Fall an dem klaren Kurs Richtung EU-Beitritt festhalten. Merkel lobte die innenpolitischen Reformen in Albanien, mahnte aber weitere Schritte etwa bei der Justizreform und Korruptionsbekämpfung an. Die Kanzlerin hatte den sogenannten Berlin-Prozess angestoßen, um eine stärkere regionale Zusammenarbeit auf dem Westbalkan zu erreichen und die Länder näher an die EU zu führen. Merkel hatte nach der britischen Entscheidung zum Verlassen der EU zudem versichert, dass sich nichts an den EU-Beitrittsperspektive der Balkan-Staaten ändere.

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