Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX konnte seine Verluste am Montag nur zwischenzeitlich nennenswert eingrenzen und schloss 1,09 Proze...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX konnte seine Verluste am Montag nur zwischenzeitlich nennenswert eingrenzen und schloss 1,09 Prozent tiefer bei 10.582,67 Punkten. Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte 0,51 Prozent auf 20.805,06 Punkte ein und der Technologiewerte-Index TecDAX verlor 0,97 Prozent auf 1.709,93 Punkte.

Am deutschen Aktienmarkt wirft das Verfassungsreferendum in Italien am kommenden Wochenende bereits dunkle Schatten voraus. Der DAX fiel auf den tiefsten Stand seit gut zwei Wochen zurück. Die tonangebende Wall Street legte nach ihrer jüngsten Rekordjagd eine Verschnaufpause ein und belastete damit die Kurse. Die Unsicherheit rund um Italien strahle auch auf die europäischen Bankhäuser aus, sagte Marktbeobachter Jens Klatt.

„Es bleibt dabei, am deutschen Aktienmarkt ist in diesen Tagen kein Blumentopf zu gewinnen“, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Europa verliere aktuell für die Investoren weiter an Attraktivität.

Zu den größten Verlieren im deutschen Leitindex zählten die Aktien der Lufthansa mit einem Minus von mehr als 2 Prozent. Die fortgesetzten Streiks lasten nun doch etwas stärker auf der Stimmung der Anleger. So wollen die Piloten am Dienstag und Mittwoch abermals die Arbeit niederlegen.

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Unter Druck gerieten auch Bankenwerte. Nach dem zuletzt guten Lauf der Branche lastete nun die Ungewissheit wegen der Abstimmung in Italien besonders schwer. Besonders sorgten sich die Anleger mit Blick auf die italienischen Kreditinstitute, schwelt doch in dem Land seit Jahren eine Bankenkrise, die bisher nicht wirklich gelöst wurde. Die Geldhäuser sitzen auf faulen Krediten von mehr als 300 Milliarden Euro. Hierzulande verloren die Papiere der Deutschen Bank rund 2,5 Prozent und die der Commerzbank am DAX-Ende mehr als 3 Prozent.

Für die Anteilsscheine des Versorgers RWE ging es um knapp 1 Prozent nach unten, nachdem sich die britischen Bank HSBC kritisch geäußert hatte. Die Experten sehen weiterhin finanzielle und politische Unsicherheiten. Mit Blick auf die Anteilsscheine des Wettbewerbers E.ON sind die Analysten indes zuversichtlicher geworden. Hier seien die finanziellen und politischen Risiken bereits in den Aktienkurs eingepreist. Die E.ON-Papiere legten moderat zu.

Im SDAX der gering kapitalisierten Werte büßten die Aktien von Stabilus rund 1 Prozent ein. Der Autozulieferer hatte seine Anteilseigner mit dem Ausblick für das neue Geschäftsjahr verstimmt.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA447 2016-11-28/18:43


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