Offenbar Hackerangriff Grund für Störung bei Deutscher Telekom

Hunderttausende Kunden der Deutschen Telekom waren von den teils massiven Störungen betroffen. Das BSI spricht von einer weltweiten Attacke.

Seit Sonntagnachmittag waren bis zu 900.000 Kunden mit Telekom-Routern von der Störung betroffen.
© REUTERS/Dado Ruvic

Bonn – Hinter einer am Sonntag aufgetretenen Netzwerk-Störung bei hunderttausenden Kunden der Deutschen Telekom steckt offenbar ein Hackerangriff. Der Vorfall sei „einem weltweiten Angriff“ auf DSL-Router zuzuordnen, teilte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Montag mit. Auch die Telekom geht davon aus, „dass auf die Router von außen Einfluss genommen wurde.“

Das BSI erklärte, die Probleme bei den Telekom-Kunden stünden in Zusammenhang mit einer globalen Attacke, bei denen „ausgewählte Fernverwaltungsports“ von Routern angegriffen würden. Ziel sei es, die Geräte mit Schadsoftware zu infizieren. Entsprechende Angriffe seien auch im deutschen Regierungsnetz registriert worden. Dort seien sie aber „auf Grund funktionierender Schutzmaßnahmen folgenlos“ geblieben.

Auch ein Telekom-Sprecher sagte, auf die Router sei offenbar Schadsoftware aufgespielt worden. Diese führe dazu, dass sich die Geräte nicht mehr mit dem Telekom-Netzwerk verbinden könnten. Das Problem betrifft demnach verschiedene Router-Modelle - welche genau, werde weiter analysiert. Wann das Problem endgültig behoben sein wird, lasse sich nicht voraussagen, räumte der Sprecher ein. Der Fehler sei durch ein Software-Update „neutralisierbar“, das derzeit ausgerollt werde, erklärte das Unternehmen. (APA/AFP)

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