Wiener Mafia-Prozess: Hauptbelastungszeugen am Wort

Wien (APA) - Im Wiener Landesgericht wird am Dienstag der Mafia-Prozess gegen eine Bande fortgesetzt, die laut Anklage auf Schutzgeld-Erpres...

Wien (APA) - Im Wiener Landesgericht wird am Dienstag der Mafia-Prozess gegen eine Bande fortgesetzt, die laut Anklage auf Schutzgeld-Erpressungen spezialisiert war. Die bereits strengen Sicherheitsvorkehrungen werden vermutlich noch ein Mal angezogen: Es werden zwei Zeugen erwartet, die im Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Banden-Boss Edin D. alias „Edo“ ausgesagt und diesen massiv belastet hatten.

Die Zeugen sollen - so jedenfalls die Ermittlungsergebnisse des Bundeskriminalamts - eingeschüchtert und unter Druck gesetzt worden sein. Einer der beiden verbüßt derzeit in einem Gefängnis in Ostösterreich eine Strafhaft, wo er angeblich seit vergangenem August bedroht wurde. Auf ihn soll ein „Kopfgeld“ von 250.000 Euro ausgelobt worden sein. Der zweite Zeuge wurde seinen Angaben zufolge seit April bedroht. Mitte Oktober will er bei einem Besuch bei Freunden in Serbien erfahren haben, „Edo“ hätte „Leute organisiert“, die ihn, den Zeugen, „für 50.000 oder im Ausland 100.000 Euro erledigen sollen“. In dem serbischen Heimatort des 35-Jährigen soll - wie er dem Bundeskriminalamt versichert hat - ein „Rollkommando“ erschienen sein, ihn jedoch nicht mehr angetroffen haben.


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