Viel Geld für Kufsteiner erstritten

Die meisten Interventionen der Arbeiterkammer Kufstein betreffen das Arbeitsrecht, besonders in der Gastronomie.

© Michael Mader

Von Michael Mader

Kufstein –Alle Hände voll zu tun hatten und haben die Angestellten der Arbeiter­kammer Kufstein: Alleine im Jahr 2015 gab es 4837 persönliche und 15.635 telefonische Beratungen.

„In Summe haben wir mehr als eine Million Euro für unsere Mitglieder erstritten. Heuer entwickelt sich das ähnlich“, erklärt Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Georg Ritzer. Hauptthema bei den Beratungen sei das Arbeitsrecht. Ritzer: „Die Branche, die uns am meisten beschäftigt, ist die Gastronomie. Das liegt auch an den niedrigen Löhnen. Ein Koch verdient laut Kollektiv 1200 Euro netto, ein Abwäscher nur 50 Euro weniger. Und da sagen die Wirte, dass sie keine Leute bekommen.“ Würden diese ordentlich bezahlt und besser behandelt, würde sich das ändern.

„Jedes Jahr haben wir die beste Saison, aber bei den Leuten kommt das Geld nicht an“, hakt Arbeiterkammer-Präsident Erwin Zangerl ein und schlägt vor, einen Stern für Betriebe zu reservieren, die ihre Mitarbeiter ordentlich behandeln. In diesem Zusammenhang rät Zangerl jenem Kufsteiner Gastronom, der den AK-Test wegen des hohen Unterschieds bezüglich der Getränkepreise kritisiert hatte, seinen Mitarbeitern halt auch 140 Prozent mehr zu bezahlen.

Ritzer zählt einige Fälle aus den Tausenden von Beratungen im Laufe des Jahres auf: Diese reichen von einer einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses im Krankenstand oder während der Kur mit einer Wiedereinstellungszusage bis hin zur Kündigung der Kellnerin während des Betriebsurlaubs aus finanziellen Gründen.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Ärger gibt es aber auch immer wieder in den Bereichen Mieten und Wohnen, vom Schimmelbefall in Wohnungen über zurückgehaltene Kautionen bis zu unklaren Betriebskostenabrechnungen. Kammerrat Werner Salzburger bemängelte etwa die ungewöhnlich hohen Mieten in Kufstein, die auch die vielen Studenten treffen würden – kein Wunder bei mehr als 500 Wohnungssuchenden.


Kommentieren


Schlagworte