Börse Frankfurt im Eröffnungshandel gut behauptet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Dienstag wegen der Unsicherheit über die Folgen des in wenige...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Dienstag wegen der Unsicherheit über die Folgen des in wenigen Tagen anstehenden Verfassungsreferendums in Italien zurückhaltend geblieben. Der DAX veränderte sich am Vormittag mit einem Plus von 0,06 Prozent kaum und stand bei 10.588,87 Punkten. Zum Wochenauftakt hatte er rund ein Prozent eingebüßt.

Der MDAX stieg inzwischen um 0,34 Prozent auf 20.875,07 Punkte und für den TecDAX ging es um 0,30 Prozent auf 1.715,11 Punkte aufwärts.

Für Zurückhaltung sorgte auch die Skepsis über den Willen der Opec-Mitglieder, beschlossene Förderkürzungen für Erdöl auch umzusetzen. Das Ölkartell kommt an diesem Mittwoch in Wien zusammen. Für die Anleger gilt es zudem zahlreiche Wirtschaftsdaten zu bewerten: So stehen EU-Stimmungsindikatoren für das Industrie-, Dienstleistungs- und Konsumentenvertrauen auf der Agenda. Am Nachmittag werden noch US-Immobilienpreisdaten sowie das Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Die Aktien der Lufthansa zählten angesichts des erneuten Pilotenstreiks mit einem Minus von 0,61 Prozent zu den größeren Verlierern im DAX. Für die Anteilsscheine des Autobauers Daimler ging es um 0,91 Prozent nach unten. Wegen schwacher Geschäfte außerhalb Europas drohen der Lastwagensparte ein Sparprogramm und Stellenstreichungen.

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Eine Empfehlung der französischen Bank Societe Generale verlieh dagegen den Papieren des Energiekonzerns E.ON Rückenwind. Die Experten halten sie nach den jüngsten Kursverlusten wieder für attraktiver. Der Eon-Kurs stieg um 0,88 Prozent. Auch zum Konkurrenten RWE äußerten sich die Analysten positiv, was den Anteilsscheinen ein Plus von 1,89 Prozent bescherte.

Im MDAX erholten sich die Aktien des Arzneimittelherstellers Stada nach einer Negativserie seit Anfang Oktober um rund 4 Prozent. Analyst Marcus Wieprecht vom Investmenthaus Mainfirst hält die Papiere nun wieder für attraktiv bewertet. Er verwies zudem auf mögliches Interesse von Konkurrenten oder Beteiligungsgesellschaften.

Auch die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex profitierten mit einem Plus von 0,80 Prozent von einem Analystenkommentar. Hier wurden die Experten der britischen Bank HSBC optimistischer.

Der Dachziegel-Hersteller Braas Monier kämpft derweil weiter gegen eine Übernahme durch den US-Konzern Standard Industries und will nun sein Kapital erhöhen sowie eine Zwischendividende ausschütten. Standard Industries hatte 25 Euro je Aktie geboten. Nach der Kapitalerhöhung und der Zwischendividende würden Anteilseigner, die das Angebot annehmen, einen Gesamtwert von 28,13 Euro je Aktie erhalten. Die Braas-Papiere gewannen 5,55 Prozent auf 27 Euro.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA143 2016-11-29/10:15


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