Montenegros Opposition fordert Wahlwiederholung

Podgorica (APA) - Drei von vier montenegrinischen Oppositionskräften - Kljuc, die Sozialdemokratische Partei und Demokratisches Montenegro -...

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Podgorica (APA) - Drei von vier montenegrinischen Oppositionskräften - Kljuc, die Sozialdemokratische Partei und Demokratisches Montenegro - haben am Montagabend beschlossen, von den Behörden eine Wahlwiederholung zur „Bewältigung der politischen Krise“ in einer „vernünftigen Frist“ zu fordern. Gleichzeitig wurde laut Medienberichten beschlossen, den aktuellen Parlamentsboykott fortzusetzen.

Dieser soll andauern, bis der vermeintliche Putschversuch vom 16. Oktober, dem Wahltag, vollständig aufgeklärt sei. Die bürgerliche Opposition hat unterdessen auch einen Bericht über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl vorbereitet, der, wie es hieß, ausländischen Diplomaten in Podgorica präsentiert werden solle.

Vertreter der prorussischen Demokratischen Front (DF), der größten Oppositionskraft, waren bei dem Oppositionstreffen in Podgorica nicht vertreten. Die Opposition behauptet, dass der Wahltag wegen des vermeintlichen Putschversuches gestört worden sei, was sich auch auf die Wahlresultate ausgewirkt habe.

Nach Angaben der Behörden wurde der Putschversuch von zwei russischen Nationalisten, die eine Gruppe von Serben angeheuert hätten, vorbereitet. Sie sollten auch Kontakte zu einzelnen DF-Funktionären gehabt haben. Ihre Identität wurde von den Behörden allerdings nicht enthüllt.

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Montenegros Parlament hatte am Montagnachmittag eine neue Regierung der seit 1991 regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS) - angeführt von ihrem Vizevorsitzenden, dem ehemaligen langjährigen Geheimdienstchef Dusko Markovic -, bestätigt. Der Langzeitpremier Milo Djukanovic zog sich somit wieder einmal aus den staatlichen Institutionen zurück. Mit seinem Comeback wird in zwei Jahren gerechnet, wenn in Montenegro Präsidentschaftswahlen stattfinden.


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