Zwei Interessenten für krisengeschüttelte Modegruppe Stefanel

Rom (APA) - Die Gläubigerbanken werden über die Zukunft des krisengeschüttelten Modehauses Stefanel entscheiden. Der Konzern, der Anfang Nov...

Rom (APA) - Die Gläubigerbanken werden über die Zukunft des krisengeschüttelten Modehauses Stefanel entscheiden. Der Konzern, der Anfang November den gerichtlichen Gläubigerschutz beantragt hat, hat zwei Übernahmeangebote erhalten, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung „Milano e Finanza“ am Dienstag.

Zu den Interessenten zählt der in Italien und Portugal aktive Private Equity-Fonds Oxy. Der Name des zweiten Interessenten, der sich beim Advisor Rothschild gemeldet hat, wurde nicht bekanntgegeben.

Das letzte Wort haben die Gläubigerbanken der börsennotierten Gesellschaft. Stefanel kämpft um seine Zukunft. Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 13 Mio. Euro. Der Umsatz fiel gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 von 77,2 Mio. Euro auf 67,4 Mio. Euro. Stefanel berichtete von Bankenkrediten in Höhe von 85 Mio. Euro. Börsianer zweifeln, dass Stefanel seinen Umstrukturierungsplan bis 2019 umsetzen kann.

Der Modekonzern Stefanel, der 2009 noch 180 Mio. Euro Umsatz erzielt hatte, musste sich 2015 mit 150 Mio. Euro begnügen. Der in Mailand börsennotierte Konzern hat die Krise in Italien in den letzten Jahren stark zu spüren bekommen. Trotz mehrjähriger Versuche haben Sanierungsbemühungen noch keine Resultate gezeigt.


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