Rebellen in Aleppo wollen nicht aufgeben

Damaskus (APA/dpa) - Trotz großer Geländegewinne der Regierungstruppen in der nordsyrischen Großstadt Aleppo wollen die Rebellen nicht aufge...

Damaskus (APA/dpa) - Trotz großer Geländegewinne der Regierungstruppen in der nordsyrischen Großstadt Aleppo wollen die Rebellen nicht aufgeben. „Der Kampf geht weiter“, sagte Usama Abu Seid, Berater der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA), am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Vormarsch des Regimes sei das Ergebnis von „massivem militärischem Druck“ gegen Rebellen, die nur leichte Waffen besäßen.

„Das bedeutet nicht, dass die Schlacht zu Ende ist.“ Abu Seid warf dem Westen vor, die belagerten Rebellen in Aleppo im Stich gelassen zu haben. Stattdessen unterstützten Deutschland und andere Länder die Kurdenmiliz YPG und damit auch das Regime, da beide in Aleppo gemeinsame Sache machten. „Die Welt betreibt eine niederträchtige Politik“, sagte Abu Seid. „Sie ignoriert die Rolle Russlands und des Irans bei der Besatzung Syriens und gleichzeitig hindert sie uns daran, an Waffen zu kommen.“

Die YPG ist in Syrien im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wichtigster Partner der US-geführten internationalen Koalition. Die Kurdenmiliz kontrolliert neben großen Gebieten an der Grenze zur Türkei auch das Viertel Sheikh Maksud im Norden Aleppos.


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