Orthodoxe Kathedrale in Pristina bleibt vorerst weiter Müllhalde

Prishtina (Pristina) (APA) - Die kosovarische Polizei hat eine Gruppe von orthodoxen Gläubigen gehindert, die Ruinen der Kathedrale von Pris...

Prishtina (Pristina) (APA) - Die kosovarische Polizei hat eine Gruppe von orthodoxen Gläubigen gehindert, die Ruinen der Kathedrale von Pristina, die mit Müll gefüllt sind, zu säubern und einen erhaltenen Teil für Gottesdienste zu adaptieren. Das berichtet die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA laut Kathpress am Dienstag.

Die Fertigstellung der Bischofskirche oder auch nur ihre Reinigung und Rückwandlung in einen Gottesdienstraum ist Anliegen des serbisch-orthodoxen Bischofs von Raska (Südserbien) und Prizren (Kosovo), Teodosije Sibalic. Sein Vorgänger Artemije Radosavljevic hatte mit dem Bau begonnen, als Kosovo noch zu Serbien gehörte.

Im Krieg von 1999 wurde die halb fertige Kathedrale von albanischen Freischärlern angezündet und gesprengt. Seitdem dienen ihre Ruinen als öffentliche Toilette, Müllablagehalde und Tummelplatz der Drogenszene.

Bischof Teodosije hatte mit freiwilligen Helfern versucht, das weiter im Besitz seiner Kirche befindliche Gelände zu entrümpeln und zu säubern. Daran wurde er jedoch bald von der Polizei gehindert. Sie berief sich auf Beschwerden von Anrainern, dass dieses Relikt großserbischer Herrschaft über die Albaner am Amselfeld von kirchlichen Helfershelfern des Belgrader Regimes reaktiviert werde.


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