Gesetzwidriger Abriss mehrerer Gebäude in Belgrad vor Gericht

Belgrad (APA) - Der gesetzwidrige Abriss mehrerer Gebäude im Belgrader Ausgehviertel Savamala, der in den vergangenen Monaten immer wieder f...

Belgrad (APA) - Der gesetzwidrige Abriss mehrerer Gebäude im Belgrader Ausgehviertel Savamala, der in den vergangenen Monaten immer wieder für massive Bürgerproteste in Serbiens Hauptstadt gesorgt hatte, ist am Dienstag vor Gericht verhandelt worden. Allerdings nicht so wie Demonstranten der Bürgerbewegung „Ne davimo Beograd“ (Belgrad nicht erdrosseln) forderten.

Auf der Anklagebank saßen nämlich zwei Journalisten der Wochenzeitschrift „NIN“, die wiederholt über den ungeklärten Abriss in der Nacht vom 24. auf 25. April berichtet hatten. Als Kläger trat Innenminister Nebojsa Stefanovic, ein Spitzenfunktionär der Serbischen Fortschrittspartei, auf. Der Minister fühlte sich durch einen der „NIN“-Berichte, in dem er als „Hauptphantom aus Savamala“ bezeichnet wurde, beleidigt.

In der Nacht gleich nach den vorgezogenen Parlamentswahlen wurden in Savamala mehrere Gebäude von Männern mit Tarnmützen abgerissen. Dadurch sollte Platz für ein von einem Immobilienentwickler aus Abu Dhabi finanziertes Großprojekt geschafft werden. Die Polizei reagierte nicht auf die Telefonanrufe der betroffenen Bürger. Bis dato wurde der Fall nicht geklärt.

Vor dem Gericht kam es am Dienstag laut Medienberichten zu kleineren Zwischenfällen zwischen Anhängern des Ministers und der Bewegung „Ne davimo Beograd“, deren Anhänger ein Spruchband mit der Aufschrift „Gegen den Behördenterror“ dabei hatten. „Ne davimo Beograd“ ist eine Bürgerbewegung, die sich dem von der Regierung und der Stadtverwaltung unterstützten Großprojekt „Belgrade Waterfront“ am Save-Ufer widersetzt.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Kommentieren