150 Festnahmen nach Kämpfen in Uganda

Kampala (APA/dpa) - Nach Kämpfen mit Dutzenden Toten im Südwesten Ugandas haben Sicherheitskräfte 150 Verdächtige festgenommen. Sie sollen f...

Kampala (APA/dpa) - Nach Kämpfen mit Dutzenden Toten im Südwesten Ugandas haben Sicherheitskräfte 150 Verdächtige festgenommen. Sie sollen für die Gefechte in dem ostafrikanischen Land am vergangenen Wochenende mitverantwortlich gewesen sein, wie Innenminister Jeje Odongo am Dienstag erklärte.

Bei den Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und abtrünnigen Stammeskämpfern wurden 62 Menschen getötet. Unter den Opfern waren 16 Polizisten und 46 Bewacher des Stammeskönigs Charles Wesley Mumbere, dem Herrscher des traditionellen Königreichs Rwenzururu, wie der Minister erklärte.

Rwenzururu im Westen Ugandas wurde Anfang der 1990er Jahre nach mehr als 20 Jahren wieder als traditionelle Monarchie zugelassen. Allerdings hat der König keine politische Macht, sondern vor allem symbolische Befugnisse. Nach Regierungsangaben strebte er nun aber die Abspaltung von Uganda an. Kämpfer des Königs hatten demnach am Samstagabend eine Polizeiwache nahe der Stadt Kasese angegriffen, knapp 400 Kilometer westlich von der Hauptstadt Kampala. Daraufhin stürmten Sicherheitskräfte den Sitz des Königs, es kam zu schweren Gefechten. Der König wurde festgenommen.


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