Vorgeschmack auf PISA: Asien dominiert bei TIMSS-Studie

Wien (APA) - Einen Vorgeschmack auf die am 6. Dezember anstehende Präsentation der neuen PISA-Studie gibt die am Dienstag veröffentlichte Ma...

Wien (APA) - Einen Vorgeschmack auf die am 6. Dezember anstehende Präsentation der neuen PISA-Studie gibt die am Dienstag veröffentlichte Mathe- und Naturwissenschaftsstudie TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) 2015. An der Spitze stehen einmal mehr asiatische Staaten bzw. Regionen wie Singapur, Hongkong, Südkorea, Taiwan und Japan. Österreich nahm nicht teil.

Bei TIMSS testet die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) alle vier Jahre die Mathematik- und Naturwissenschaftskenntnisse von Schülern am Ende der vierten und achten Schulstufe. Österreich nahm daran zuletzt 2007 und 2011 teil (allerdings nur in der vierten Klasse Volksschule) und erreichte dabei Plätze im Mittelfeld. Eine Teilnahme 2015 scheiterte an einem von Ex-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verhängten (und nur für PISA wieder aufgehobenen) Teststopp.

Dominiert wird TIMSS 2015 von den Fernost-Staaten. Singapur, Hongkong, Südkorea, Taiwan und Japan liegen in der Mathematik in beiden Altersklassen an der Spitze. Mit Respektsabstand folgt als bestes europäisches Land Russland (achte Schulstufe) bzw. Nordirland (vierte Schulstufe). Überdurchschnittliche Mathe-Ergebnisse lieferten in der achten Schulstufe aus Europa außerdem Irland, England, Slowenien, Ungarn, Norwegen, Litauen und Schweden ab, in der vierten Schulstufe (in dieser Reihenfolge) Norwegen, Irland, England, Belgien, Portugal, Dänemark, Litauen, Finnland, Polen, Niederlande, Ungarn, Tschechien, Bulgarien, Zypern, Deutschland, Slowenien, Schweden, Serbien, Italien, Spanien und Kroatien.

Etwas verzerrt wird diese Liste durch den Umstand, dass viele Staaten - etwa Finnland und Deutschland - nur auf der vierten Schulstufe teilnehmen. Auf der achten Schulstufe wird vielfach darauf verzichtet, weil dieser Altersbereich bereits von der PISA-Studie abgedeckt wird.

Bei den Naturwissenschaften liegen ebenfalls die fernöstlichen Länder bzw. Regionen voran. Allerdings ist der Leistungsabstand nicht ganz so groß wie in der Mathematik. Auf der vierten Schulstufe mischt sich etwa Russland in die Asien-Phalanx, knapp dahinter folgen Finnland, Kasachstan und Polen. Auf der achten Schulstufe platziert sich Slowenien hinter Singapur, Japan, Taiwan, und Südkorea und noch vor Hongkong. Es folgen Russland, England, Kasachstan und Irland.

Interessant auch die Trends: gegenüber der letzten Studie 2011 verloren in Mathe (4. Schulstufe) aus Europa Finnland, Deutschland und die Niederlande an Boden, während Kroatien, Tschechien, Ungarn, Irland, Portugal, Russland, Slowenien, Spanien, Schweden und die Türkei zulegten. In den Naturwissenschaften (4. Schulstufe) zählen aus Europa ebenfalls Kroatien, Irland, Litauen, Russland, Slowenien, Spanien und die Türkei zu den Aufsteigern, Finnland, Italien, die Niederlande, Portugal und die Slowakei dagegen zu den Absteigern.

(S E R V I C E - http://timss2015.org)


Kommentieren