Schranken in Thal sind Geschichte

Die Querung der Eisenbahntrasse durch die B100 in Thal war lange Zeit ein Hindernis für den Straßenverkehr: Bis zu 30-mal am Tag musste der ...

Christian Molzer (Abteilung Verkehr und Straße), Harald Haider (Baubezirks­amt), LH Günther Platter, BM Bernhard Schneider und Günter Guglberger, SG Brücken- und Tunnelbau (v. l.) bei der Verkehrsfreigabe.
© Blassnig

Die Querung der Eisenbahntrasse durch die B100 in Thal war lange Zeit ein Hindernis für den Straßenverkehr: Bis zu 30-mal am Tag musste der Verkehr beidseitig angehalten werden. Auch Einsatzfahrzeuge mussten warten. Für die Anrainer am Römerweg bedeutete das Halten, Warten und Anfahren des gesamten Durchzugsverkehrs eine zusätzliche Belastung durch Lärm und Luftverschmutzung. Schwere Unfälle sind im Bereich der S-förmigen Querung passiert.

Das Land Tirol und die ÖBB haben gemeinsam 3,5 Mio. Euro in die am Mittwoch von LH Günther Platter offiziell dem Verkehr übergebene Unterführung investiert. Knapp ein Drittel davon kommt von den Bundesbahnen, erklärte der zuständige Regionalleiter Siegfried Moser. „Ganz zentrales Anliegen war für uns die Sicherheit." Die ÖBB müssten in Osttirol noch einiges umsetzen, bevor ein Halbstundentakt Realität werden könne. „Sillian, Lienz, Abfaltersbach: Zuerst müssen alle Haltestellen auf der Strecke auf neuen Stand gebracht werden." Moser lobte die Zusammenarbeit mit dem Land und die Bauleitung durch das Baubezirksamt.

BM Bernhard Schneider betonte die hohe Akzeptanz der Baumaßnahmen in der Bevölkerung, nicht zuletzt, weil es Aussicht auf deutliche Erleichterungen gegeben habe. „Es kann nur mehr besser werden, das kann ich den Anrainern nach den Bauarbeiten Tag und Nacht versprechen." Im Frühjahr werden rund um die Unterführung abschließende Arbeiten durchgeführt. Unter anderem werden dann erst die in die Betonleitwände versenkten Lärmschutzkassetten eingeklebt.

Für LH Platter ist mit der Bahnunterführung ein sicher­heitsrelevanter Abschnitt der B100 in Betrieb entschärft worden. Das Land werde die Infrastruktur in Osttirol weiter ausbauen. Platter nannte die Gailtal- und die Höhenstraße. Auch in Sillian müsse eine Lösung für den Verkehr gefunden werden. (bcp)


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