Zahl der deutschen Genossenschaftsbanken sinkt unter 1.000

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Schrumpfkur der Genossenschaftsbanken in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Zahl der Raiffeis...

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Frankfurt (APA/Reuters) - Die Schrumpfkur der Genossenschaftsbanken in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Zahl der Raiffeisen-, Volks- Sparda- und PSD-Banken ist unter die Marke von 1.000 gesunken, wie der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag mitteilte.

Nach 27 Fusionen benachbarter Institute in diesem Jahr gab es Ende September noch 994 eigenständige Genossenschaftsbanken. Zu Anfang des Jahrtausends waren es noch mehr als doppelt so viele, 1970 hatte es mehr als 7.000 Volks- und Raiffeisenbanken gegeben.

BVR-Präsident Uwe Fröhlich macht für die Fusionswelle die niedrigen Zinsen und die Kosten der Regulierung verantwortlich: „Diese Entwicklung ist ein Stück weit auch die Folge einer Geldpolitik der EZB, die die Zinsergebnisse nachhaltig negativ beeinflusst, sowie einer Regulierung, die in vielen Bereichen die Proportionalität und Risikoorientierung vermissen lässt.“ Der Verband hatte bereits im Frühjahr rund 50 Zusammenschlüsse vorausgesagt. 2017 werde sich der Trend in ähnlichem Tempo fortsetzen.

Noch gehört allerdings fast jede zweite Bank in Deutschland dem Genossenschaftssektor an. Das Fusionstempo unter den gut 400 Sparkassen hatte sich zuletzt verlangsamt, zahlreiche Anläufe unter den regionalen Instituten hatten sich wieder zerschlagen.

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