Frau starb nach Untersuchung: Linzer Spital richtet Hotline ein

Linz (APA) - Nach dem Tod einer 36-jährigen Frau, die vom Linzer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nach Hause geschickt worden ist und zwö...

Linz (APA) - Nach dem Tod einer 36-jährigen Frau, die vom Linzer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nach Hause geschickt worden ist und zwölf Stunden später an einer Gehirnblutung starb, hat das Spital am Dienstag eine Hotline für Patienten eingerichtet. Das Haus sieht im aktuellen Fall kein schuldhaftes Verhalten in seiner Sphäre, dennoch ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Das ORF-Radio OÖ berichtete am Dienstag, dass sich bei ihm mehrere Personen mit Fällen von möglicherweise nicht korrekter Behandlung gemeldet hätten. Das Krankenhaus will dem nachgehen und reagiert mit einer Anlaufstelle für Patienten, die Fragen zu Behandlungen haben. Sie ist ab Mittwoch werktags von 8.00 bis 15.00 Uhr unter der Telefonnummer 0732/78 97-26517 erreichbar. Auch per E-Mail (patientenanfrage@bblinz.at) kann Kontakt aufgenommen werden. „Alle eintreffenden Anfragen werden von uns geprüft und Gesprächstermine mit den Betreffenden vereinbart“, heißt es auf der Homepage des Spitals.

Die 36-jährige Frau war mit starken Kopfschmerzen und einem tauben Gefühl im Bein ins Krankenhaus gekommen und mit der Diagnose „normale Migräne“ heimgeschickt worden. Ein Mediziner soll der Patientin gesagt haben, eine Computertomografie für eine weitere Untersuchung sei nicht nötig, da sie Migräne habe. Ihr Ehemann brachte sie dann nach Hause, wo sie etwas aß und sich hinlegte. Zwei Stunden später brach sie am Rückweg von der Toilette bewusstlos zusammen. Sie soll vermutlich bereits hirntot in den Neuromed-Campus (vormals Landes-Nervenklinik) gebracht worden sein, wo vergangenen Sonntag die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet wurden.

Man bedaure den Tod der Frau zutiefst, hieß es aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Der Witwer wünsche, dass keine patientenbezogenen Auskünfte an die Öffentlichkeit weitergegeben werden, daher werden keine Details genannt, aber: „Es liegt aus Sicht des Krankenhauses kein schuldhaftes Verhalten vor“, wird betont. Dennoch ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie lasse „amtswegig vom Landeskriminalamt prüfen, ob eine strafrechtlich relevante Fahrlässigkeit vorliegt“, so ihr Sprecher Philip Christl zur „Kronen Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe).

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