Lettland gedenkt der Opfer des Massenmords an Juden vor 75 Jahren

Riga (APA/dpa) - Lettland hat am Dienstag der vor 75 Jahren im Wald von Rumbula ermordeten Juden gedacht. Staatspräsident Raimonds Vejonis e...

Riga (APA/dpa) - Lettland hat am Dienstag der vor 75 Jahren im Wald von Rumbula ermordeten Juden gedacht. Staatspräsident Raimonds Vejonis erinnerte in der Gedenkstätte vor den Toren der Hauptstadt Riga an die „ungeheuerlichen Verbrechen“ während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

In Rumbula wurden im Winter 1941 an nur zwei Tagen - am 30. November und 8. Dezember - insgesamt mehr als 25.000 Juden von den Nationalsozialisten umgebracht. Es seien daran aber auch lettische Kollaborateure beteiligt gewesen, sagte Vejonis.

Zum Gedenken an einen der größten Massenmorde an Juden legte Vejonis einen Kranz an der vier Meter hohen Menora nieder, die im Zentrum der Gedenkstätte steht. Der siebenarmige Leuchter ist von Granitsteinen umgeben, auf denen die Namen der Opfer eingraviert sind. Dabei handelte es sich um lettische Juden aus dem damals völlig überfüllten Rigaer Ghetto. Darunter waren aber auch rund 1.000 aus Deutschland deportierte Juden.

In Riga wurde am Dienstag zudem eine Sonderausstellung im Jüdischen Museum eröffnet, die an die Erschießung der Einwohner des Rigaer Ghettos und die Opfer des Holocausts des Lettland erinnert. „Sie sind nicht vergessen“, sagte Kurator Margers Vestermanis, einer der wenigen Überlebenden des Holocaust in dem Baltenstaat. Zwischen 1941 und 1944 ermordeten die Nationalsozialisten und einheimische Helfer gut 70.000 lettische Juden.

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