Geldwäsche-Ring schlug 400 Millionen Euro in vier Jahren um

Marseille (APA/AFP) - Ein vergangene Woche ausgehobenes internationales Netzwerk von Geldwäschern hat nach Ermittlerangaben in vier Jahren f...

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Marseille (APA/AFP) - Ein vergangene Woche ausgehobenes internationales Netzwerk von Geldwäschern hat nach Ermittlerangaben in vier Jahren fast 400 Millionen Euro Schwarzgeld umgeschlagen. Der Fall habe ein „außergewöhnliches“ Ausmaß, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux am Dienstag in der südfranzösischen Stadt Marseille. Das Geld soll vor allem aus dem Drogenhandel stammen.

Bei Razzien waren Anfang vergangener Woche in Frankreich und weiteren europäischen Ländern - etwa in Belgien und den Niederlanden - rund 50 Verdächtige festgenommen worden, die meisten von ihnen Franzosen. Dabei wurden auch mehr als fünf Millionen Euro, sieben Kilogramm Gold, zehn Kilogramm Kokain und 785 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt. Der Chef des Geldwäscherings soll in Marokko leben.

Bei den Ermittlungen arbeiteten die Behörden mehrerer Länder zusammen. Die Geldwäscher sammelten Bargeld von Drogenhändlern ein und verwischten dann die Spuren seiner Herkunft. Die Polizei kam dem Netzwerk durch einen Zufall auf die Spur: Im Sommer 2015 entdeckten Zöllner in Südfrankreich an Bord eines Fahrzeugs knapp 300.000 Euro in kleinen Scheinen. Es handelte sich um einen der zahlreichen heimlichen Geldtransporte des Netzwerks.


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