Südkoreas Opposition strebt weiter Amtsenthebung der Präsidentin an

Seoul (APA/dpa) - Südkoreas Opposition treibt weiter ein Verfahren zur Amtsenthebung der politisch angeschlagenen Präsidentin Park Geun-hye ...

Seoul (APA/dpa) - Südkoreas Opposition treibt weiter ein Verfahren zur Amtsenthebung der politisch angeschlagenen Präsidentin Park Geun-hye trotz ihres bedingten Rücktrittsangebots voran. Hintergrund ist eine Korruptionsaffäre um eine langjährige Freundin der konservativen Staatschefin.

Einen Tag nach dem Angebot Parks hätten die Chefin der Demokratischen Partei Koreas, Choo Mi-ae, und die Vorsitzenden der zwei kleineren Oppositionsparteien bei einem Treffen erneut den bedingungslosen Rücktritt der Präsidentin gefordert, berichteten südkoreanische TV-Sender am Mittwoch.

Die Parteien streben demnach weiter eine Abstimmung im Parlament über eine Absetzung Parks am Freitag dieser Woche an, eine Verschiebung um eine Woche sei aber auch möglich. Da für die Entmachtung Parks eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig ist, wäre die Opposition auf Stimmen aus der regierenden Saenuri-Partei angewiesen.

Park hatte sich am Dienstag zum dritten Mal für die Affäre um ihre Vertraute Choi Soon-sil entschuldigt und sich zu einem Rücktritt bereit erklärt. Allerdings sollten die Parteien einen Plan für die geordnete Machtübergabe einschließlich der Verkürzung ihrer Amtszeit vorlegen. Park wird vorgeworfen, ihrer Freundin Choi die Einmischung in Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben. Außerdem soll Choi dank ihrer Beziehungen zur Präsidentin Sponsorengelder für zwei Stiftungen eingetrieben und sich persönlich bereichert haben.


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