Offensive der Armee: 50.000 Menschen aus Aleppo geflüchtet

Die massiven Angriffe der syrischen Armee zwangen Zehntausende Zivilisten vor allem im Osten der Stadt zur Flucht. Das Rote Kreuz versucht zu helfen.

Aus der einst so schönen Stadt ist nicht viel übrig geblieben.
© REUTERS

Aleppo – Mehr als 50.000 Menschen sind nach Oppositionsangaben aus dem Osten der umkämpften syrischen Stadt Aleppo geflüchtet. Sie hätten Ostaleppo in den vergangenen vier Tagen verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Die UNO hatte am Dienstag erklärt, bis zu 16.000 Menschen seien aus den Rebellengebieten geflohen.

Die syrische Armee hat mit Unterstützung in den vergangenen Tagen fast die Hälfte des von Rebellen und Extremisten beherrschten Ostteils von Aleppo erobert.

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte stützt sich auf ein breites Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind für Medien kaum zu überprüfen

Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und Freiwillige des Syrisch Arabischen Roten Halbmonds haben in den vergangenen Tagen Essen, Trinkwasser, Decken, Matratzen und Kinderkleidung verteilt. Drei mobile Gesundheitsteams des Roten Halbmonds kümmern sich um die medizinische Versorgung der Flüchtlinge.

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„Die Familien fliehen im Chaos der Kämpfe – viele müssen ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen. Ihnen müssen wir jetzt dringend helfen“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Das Österreichische Rote Kreuz beschafft derzeit im Libanon Lebensmittel für 40.000 Menschen. Die Güter werden auf dem Landweg Richtung Aleppo transportiert und vom Roten Halbmond verteilt. Finanziert werden sie aus Mitteln des Auslandskatastrophenfonds. (APA/AFP/dpa/OtS)


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