Börse Frankfurt im Eröffnungshandel fester - OPEC im Fokus

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Hoffnung auf eine Einigung der OPEC-Ölminister und die Neuauflage der Fusionsverhandlungen zwischen Linde ...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Hoffnung auf eine Einigung der OPEC-Ölminister und die Neuauflage der Fusionsverhandlungen zwischen Linde und Praxair haben bei den Anlegern am deutschen Markt am Mittwoch für gute Stimmung gesorgt. Der DAX kletterte in der ersten Handelsstunde um 0,63 Prozent auf 10.687,84 Punkte. Tags zuvor war der Index zunächst auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gerutscht, hatte sich dann aber erholt.

Der MDax kletterte am Vormittag um 0,42 Prozent auf 20.950,64 Punkte und für den TecDax ging es um 0,45 Prozent auf 1.721,69 Punkte aufwärts.

Nicht wenige Experten hatten erwartet, dass es beim laufenden OPEC-Treffen in Wien vorerst keine konkreten Schritte geben werde. Umso positiver fiel die Marktreaktion auf positive Signale des iranischen Ölministers aus. Die Runde stehe kurz vor einer Einigung auf eine Förderkürzung, ließ er verlauten. Die Ölpreise zogen daraufhin kräftig an, was auch die Stimmung der Anleger hob.

Die Anleger können sich nun auf das so wichtige Verfassungsreferendum am Wochenende in Italien konzentrieren. Hier droht eine neue Eurokrise, da Regierungschef Matteo Renzi für den Fall einer Niederlage seinen Rücktritt angekündigt hat. Bereits tags zuvor hatte sich allerdings die Hoffnung durchgesetzt, dass - ähnlich wie bei Brexit und US-Wahlausgang - die Auswirkungen auf die Aktienmärkte nur von begrenzter Dauer sein werden.

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Unter den Einzelwerten ragten Linde-Papiere mit einem Satz von 7,5 Prozent auf das höchste Niveau seit einem Jahr klar heraus. Der Industriegase-Hersteller und Anlagenbauer hatte am Dienstagabend mitgeteilt, einen überarbeiteten Fusionsvorschlag von Praxair erhalten zu haben. Erste Gespräche waren im September gescheitert. Nun hoffen die Anleger wieder auf das Entstehen eines neuen Weltmarktführers für Industriegase.

Für Lufthansa-Papiere ging es dagegen um 1,3 Prozent abwärts denn die Pilotenstreiks bei der Kranich-Linie gehen weiter. Im zugespitzten Tarifkonflikt drohen der „Bild“-Zeitung zufolge nun sogar Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Tochter Germanwings.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA126 2016-11-30/10:32


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