50.000 Menschen flohen 2 - Zahlreiche Tote bei Artilleriebeschuss

Damaskus/Beirut (APA/AFP/dpa) - Mehr als 20.000 Menschen aus Aleppo hätten in den vergangenen Tagen im Westteil der einstigen Wirtschaftsmet...

Damaskus/Beirut (APA/AFP/dpa) - Mehr als 20.000 Menschen aus Aleppo hätten in den vergangenen Tagen im Westteil der einstigen Wirtschaftsmetropole Zuflucht gesucht, der unter der Kontrolle der Regierungstruppen ist, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Weitere 30.000 Menschen flohen demnach in Gebiete, die von kurdischen Kämpfern gehalten werden.

Mehr als 15.000 Zivilisten seien zudem in andere Rebellenviertel geflohen, sagte der Leiter der oppositionsnahen Stelle mit Sitz in London, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Artilleriebeschuss wurden den Aktivsten zufolge mindestens 21 Zivilisten getötet. Dutzende weitere wurden bei dem Angriff im von Rebellen kontrollierten Osten der Stadt verletzt, wie die Beobachtungsstelle meldete. Die Menschenrechtler und Aktivisten machten das Regime für die Bombardierung verantwortlich.

Zivile Rettungshelfer berichteten von 45 Toten. Bei den Opfern handle es sich um Zivilisten, die in Stadtteile unter Kontrolle der Regierung fliehen wollten, sagte Abdel Rahman Hassan von der Organisation Weißhelme.

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Die Regierungstruppen hatten vor knapp zwei Wochen eine Offensive zur vollständigen Eroberung von Aleppo begonnen. Am Wochenende nahmen sie im Ostteil der Stadt mehrere Stadtviertel ein, wie Armee und Aktivisten übereinstimmend berichteten. Nach russischen Angaben hat die syrische Armee fast die Hälfte des bisher von Rebellen und Extremisten beherrschten Stadtteils zurückerobert, wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag erklärte. Ein Durchbruch sei gelungen.

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