Wirtschaft für Schlafverbot und Leitsystem

Innsbruck – Als Handels- und Universitätsstadt mit 10.200 Unternehmen – und rund 500 Neugründungen jährlich – sei Innsbruck ein starker Wirt...

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Innsbruck –Als Handels- und Universitätsstadt mit 10.200 Unternehmen – und rund 500 Neugründungen jährlich – sei Innsbruck ein starker Wirtschaftsstandort, lobte Wirtschaftsbund-Bezirksobfrau LR Patrizia Zoller-Frischauf beim gestrigen Bezirkstag. Dieser führte sie gemeinsam mit WB-Landesobmann Franz Hörl (beide VP) zu diversen Innsbrucker Betrieben. „40 Prozent der Innovations- und Technologieförderung in Tirol fließt in die Landeshauptstadt“, berichtete Zoller-Frischauf.

Bei den Rahmenbedingungen gebe es zum Teil aber Verbesserungsbedarf. So werde der Wirtschaftsbund von Unternehmern weiterhin oft auf die umstrittene Innsbrucker Parkraumbewirtschaftung angesprochen. Zoller-Frischauf erneuerte die Forderung, die Parkhöchstdauer auf drei Stunden auszudehnen und die Ausweitung auf 21 Uhr wieder zurückzunehmen. „Damit treibt man die Leute aus der Stadt hinaus.“ Angebote brauche es auch für die 20.000 täglichen Einpendler: „Park-and-ride-Parkplätze bei den Autobahneinfahrten Ost und West sowie Quartiersgaragen – etwa in Pradl – sind ebenso anzudenken wie die Einführung eines Parkleitsystems. In Salzburg funktioniert es.“

Auch zu einem anderen Innsbrucker Aufregerthema hat Zoller-Frischauf eine klare Meinung: „Das Schlafverbot muss kommen.“ Von den Altstadt- und Innenstadtkaufleuten werde sie häufig darauf angesprochen. „Es ist unzumutbar, wenn Obdachlose vor Geschäftseingängen nächtigen und dort ihre Notdurft verrichten.“ Nach dem gescheiterten Anlauf im Gemeinderat hofft Zoller-Frischauf, „dass die Stadt das Verbot im Frühjahr rasch umsetzt“. Sie habe darüber auch schon mit GR Rudi Federspiel (FPÖ) gesprochen.

Hörl forderte erneut Verschärfungen bei der Mindestsicherung für Neuzugezogene, um den „Sozialtourismus“ nach Tirol einzudämmen. „Wir können nicht eine ganze Generation von Familien heranziehen, die durch Nicht-Arbeit mehr verdient als durch Arbeit“, meinte Hörl. (md)

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