Ruhig Blut, aber nicht zu ruhig

Jeder Biathlon-Fan fiebert der WM in Hochfilzen entgegen. Während „Mr. Biathlon“ Franz Berger an den letzten Baumaßnahmen für das Stadion arbeitet, geben die Trainer ihren Athleten wichtige Tipps. Aber welche?

„Mr. Biathlon“ Franz Berger.
© Gepa

Von Miriam Hotter

Hochfilzen –Die Schneekanonen blasen künstliche Flocken in die Luft, daneben ziehen österreichische Biathleten ihre Runden: Hochfilze­n steht ganz im Zeichen der bevorstehenden WM (8. bis 19. Februar). Organisationschef Franz Berge­r, der auch „Mr. Biathlon“ gerufen wird, kann es kaum noch erwarten, bis es endlich losgeht. „Wir komplettieren derzeit die letzten Baumaßnahmen.“ Funktioniert jede Tür? Lässt sich jedes Fenster öffnen und schließen? Solche Feinheiten gehören genauso wie die Schneeproduktion zu den Vorbereitungen dazu. 10.000 m³ künstlicher Schnee sollen dafür sorgen, dass die Biathlon-WM auch bei geringem Niederschlag stattfinden kann. „Wir arbeiten außerdem am Sicherheitskonzept, in 14 Tagen sollte es fertig sein“, verrät Berger, der gleichzeitig die Feierlichkeiten wie Siegerehrungen und Eröffnungsfeier plant. Denn nicht nur die Athleten sollen perfekte Bedingungen vorfinden, Hochfilzen will sich auch für die Zuschauer von seiner besten Seite zeigen. Rund 83.000 Tickets gingen bereits über den Ladentisch.

Während sich Franz Berger drinnen um das „Drumherum“ der WM kümmert, achtet Trainer Walter Gapp draußen darauf, dass seine Athleten für die WM gerüstet sind. „Zum Beispiel sollte der Puls eines Sportlers nicht unter 150 Schläge pro Minute fallen, während er schießt.“ Der Grund: Der Pulsschlag überträgt sich auf das Gewehr. Dadurch kann die Treffsicherheit beeinflusst werden.

Grundsätzlich könne man sagen, dass die Athleten mit einem Puls von circa 178 Schlägen pro Minute am Schießstand ankommen (siehe Grafik). „Wobei man solche Zahlen nicht generell festlegen kann, da gibt es individuelle Unterschiede“, betont Gapp. Die Angaben in der Infografik sind deshalb nur Durchschnittswerte.

Übung macht bekanntlich den Meister. Deshalb absolvieren die Athleten laut Gapp zwischen 15.000 und 20.000 Schuss pro Jahr. Da sollte eine Meisterleistung bei der WM doch drin sein.

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