Ein letztes Mal das Feuer schüren

Beim Heimspiel gegen den FAC (Freitag, 18.30 Uhr) will die WSG Wattens um Coach Silberberger noch einmal alles raushauen.

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Von Alex Gruber

Wattens –Auf der Heimfahrt von Schielleiten (Stmk.) vom sechsten Modul der Ausbildung zur UEFA-Pro-Lizenz konnte Wattens-Trainer Thomas Silberberger gestern über Taktik und Aufstellung sinnieren. Zweiteres ergibt sich nach drei Ausfällen (Katnik, Krismer, Mansour) fast schon von selbst. Die Frage ist eher, wen von den „elf Richtigen“ Silberberger wohin beordert.

Bei einem Blick auf die Bank hätte der Wattener Trainer im Verlauf dieser Herbstsaison schon in Angst und Panik ausbrechen können, Realismus steht beim Aufsteiger und Silberberger aber an erster Stelle: „Es gibt kein Jammern. Mein Ansatz ist: Wir brauchen den ganzen Kader und es ist egal, wer spielt.“ So schlug sich die WSG durchaus beachtlich, stieg manch einer (z. B. Kekez oder Toplitsch) in der Sky Go Erste Liga als Stammkraft so gar ein klein wenig wie Phönix aus der Asche empor. Und genau dieses innere Feuer gilt es noch einmal für das letzte Heimspiel zu schüren.

Gewinnt Wattens (7.) das letzte Heimspiel gegen den Tabellennachbarn FAC (8.), macht sich ein Sechs-Punkte-Fenster zu den Floridsdorfern auf. Verlieren gleichzeitig Horn (9./bei Austria Lustenau) und BW Linz (10./Derby beim LASK) ihre Partien, wäre man in der Winterpause gar sieben bzw. acht Zähler von den beiden Abstiegsrängen entfernt. Das sollte Ansporn genug sein.

Hinter den Kulissen wird Manager Stefan Köck nach dem letzten Match zur Kaderanalyse schreiten. „Von der Bank können wir schwer reagieren – Fakt ist, dass wir uns breiter aufstellen wollen. Dafür muss man kein Prophet sein.“ Sollte es zu Veränderungen im Kader durch z. B. etwaige vorzeitige Vertragsauflösungen kommen, werde dies „sauber“ erfolgen: „Dafür steht die WSG.“ Über eine Rückkehr von Spanien-Export Simon Zangerl, der aufgrund einer Knieverletzung bei Atlético Baleares nur wenig zum Einsatz kam, macht sich Köck „keine Gedanken“. Die ganze Kraft gilt morgen dem FAC.


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