Schweizer Parmalat-Prozess unterbrochen

Bellinzona (APA/sda) - Weil der Beschuldigte über Unwohlsein klagte, musste am Mittwoch der Schweizer Parmalat-Prozess vorerst auf unbestimm...

Bellinzona (APA/sda) - Weil der Beschuldigte über Unwohlsein klagte, musste am Mittwoch der Schweizer Parmalat-Prozess vorerst auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden. Geplant war, in dem Geldwäsche-Fall noch am selben Tag mit den Plädoyers zu beginnen.

Dem angeklagten italienischen Ex-Kadermitglied der Bank of America wird schwere Geldwäscherei, wiederholte Urkundenfälschung und Bestechung vorgeworfen. Bei der ersten Vorladung im August 2016 war der 52-Jährige nicht vor Gericht erschienen - laut dessen Anwalt hinderten ihn damals psychische Probleme, am Prozess teilzunehmen.

Am Montag bestätigte der Verteidiger bei der Wiederaufnahme des Prozesses die Ansicht, dass sein Mandant nicht verhandlungsfähig sei. Der Richter wies einen entsprechenden Antrag jedoch zurück, worauf die Verhandlung regulär fortgesetzt werden konnte.

Der Zusammenbruch des italienischen Parmalat-Konzerns gilt als einer der größten Betrugsskandale der europäischen Unternehmensgeschichte. Am Mittwoch musste sich Bundesstrafgericht im Schweizer Bellinzona erneut mit einem bereits verurteilten Ex-Banker beschäftigen, der in den Fall verwickelt war.


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