EU-Energiepaket- Canete: Quantensprung bei Ladestationen für EU-Autos

Brüssel (APA) - Im Rahmen des EU-Energiepakets hofft der zuständige Kommissar Miguel Arias Canete auf einen „Quantensprung“ für Elektroautos...

Brüssel (APA) - Im Rahmen des EU-Energiepakets hofft der zuständige Kommissar Miguel Arias Canete auf einen „Quantensprung“ für Elektroautos. Canete kündigte am Mittwoch an, dass es sechs Millionen Ladestellen in der EU geben soll. Im Rahmen der Energieeffizienz soll bei neuen Wohngebäuden eine gesamte Ladestelle 2.500 Euro kosten, 300 Euro seien für das Kabel geplant.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, bezeichnete die Elektro-Akkus als „große Herausforderung“. Die Einführung der Elektroautos werde „nicht über Nacht gehen, sondern schrittweise erfolgen. Da geht es um Speicherfähigkeiten“. Bei den Akkus sei jedenfalls „noch eine Barriere zu bewältigen, wenn wir mehr erneuerbare und mehr E-Autos haben wollen“. Gemeinsam mit Wissenschaftskommissar Carlos Moedas werde die EU zwei Milliarden Euro für innovative Arbeiten auf diesem Gebiet zur Verfügung stellen. „Ganz klar, wir brauchen bessere Akkus, die mehr speichern“, so Sefcovic.

Die lediglich verbindlichen Ziele von 30 Prozent auf EU-Ebene für die Energieeffizienz verteidigte Sefcovic. Viele bisher traditionellen Maßnahmen im nationalen Rahmen würden jetzt für Regionen oder die EU insgesamt im Energiebereich geöffnet. Daher „halten wir verbindliche Ziele für die EU für das richtige Verfahren, damit die kosteneffizienteste Lösung gewählt werden kann“, anstatt von nationalen Zielen.

Sefcovic lobte das Energie-Winterpaket der Kommission als „größten Wandel, seit es in Europa zentrale Stromversorgungssysteme gibt“. Warum nicht eine Verbesserung der Energieeffizienz um 40 Prozent beschlossen wurde, beantwortete der Vizepräsident damit, dass die 30 Prozent „die optimale Lösung“ seien. „Wir tun hier das Richtige. Das ist auch nicht vom Himmel gefallen.“

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Keine Aussagen gab es zur Atomenergie. Auf die Frage, welche Empfehlung man beispielsweise Polen wegen der vielen Kohlekraftwerke geben sollte und ob dort stattdessen AKWs oder Gaskraftwerke gebaut werden sollen, sagte Canete, „wir werden nie einer Regierung Empfehlungen zu ihrem Energiemix geben. Das ist reine Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten.“ Angesichts der in dem Paket enthaltenen Grenze von 550 Milligramm CO2 pro Kilowattstunde „wären Gaskraftwerke eine Möglichkeit, alte Kohlekraftwerke natürlich nicht“.

Jedenfalls könnte sich das Parlament das Winterpaket „unter den Weihnachtsbaum legen“, so der Vizepräsident scherzhaft.


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