Gemeinde-Homepages sind in Neuzeit angelangt

Einmal durchgeklickt: Die Online-Präsenzen der Gemeinden werden immer moderner. Nur Gerlosberg bleibt wegen Internetproblemen offline.

Die Homepage der Gemeinde Fügenberg.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –So manche Homepage der Gemeinden im Bezirk Schwaz glich in den letzten Jahren einem Geisterhaus. Unter Aktuelles war nichts zu finden oder Relikte aus dem Jahr 2011, die Gemeinderats­protokolle fehlten völlig oder waren nur bis 2015 datiert, und so manche Gemeinde war im Netz gar nicht vertreten – die TT berichtete.

Seit den Gemeinderatswahlen hat sich auf den virtuellen Amtstafeln aber einiges getan. Besonders hervor sticht die Homepage der Gemeinde Hart im Zillertal. Die Harter hatten nämlich gar kein­e. Laut BM Alois Eberharter war bisher Personalmangel der Grund, warum die Harter ohne Online-Präsenz auskommen mussten. „Immerhin gehört so eine Homepage ständig gewartet“, erklärte er noch vor der Gemeinderatswahl im Jänner. Jetzt sieht das anders aus. Schöne und große Bilder grüßen auf der Gemeinde-Homepage. Gleich zu Beginn stößt man auf Aktuelles, wie den Wahlkartenantrag, ein gefundenes Handy oder eine Straßensperre. Unter „Sags dem BGM“ kann der Bürgermeister direkt und unkompliziert online kontaktiert werden. Die Seite ist übersichtlich, gut strukturiert und stellt so manch andere Gemeinde-Homepage im Bezirk nun in den Schatten. Auch ein gefüllter Veranstaltungskalender und aktuelle Gemeinderatsprotokolle können online durchstöbert werden.

In Wiesing war es zu Beginn des Jahres schwierig, aktuelle Gemeinderatsprotokolle zu lesen. Denn die Protokolle auf der Homepage endeten im Mai 2015. Das sieht heute anders aus, die Gemeinde hat nachgerüstet und die Protokolle auf den neuesten Stand gebracht. Sonst wurde augenscheinlich nicht viel getan. Die Seite führt die wichtigsten Informationen an, kann in puncto Aufmachung aber mit Homepages wie in Kaltenbach, Terfens oder Schwendau nicht mithalten.

Aktualität war auch ein Schwachpunkt der Gemeinde-Homepage in Fügenberg. Das hat sich mit einem komplett neuen Internetauftritt schlagartig geändert. „Ich habe im Gemeinderat eingebracht, dass wir eine neue Seite brauchen“, erklärt GR Andreas Emberger. Seit Juli ist sie nun online und laut Emberger komme sie bei den Fügenbergern ganz gut an. Er sorgt dafür, dass die Seite inhaltlich auch aktuell bleibt.

Bereits vor der Gemeinderatswahl erhielt die Homepage in Fügen ein neues Gewand. Der junge Bürgermeister setzt seither mit einer Facebook-Seite nach, die auch die jungen Bürger ständig auf dem Laufenden hält.

Auf eine Online-Präsenz verzichten mussten aber nicht nur die Harter, sondern auch die Gerlosberger. Die Homepage der Gemeinde war Anfang des Jahres außer Kraft. Grund dafür war eine Neugestaltung. Seither ist aber online nichts passiert. Keine neue Seite. Keine alte Seite. Nichts. „Wir hatten in letzter Zeit einen Zusammenbruch des Netzes. Wir verhandeln schon lange wegen des Breitbandausbaus. Momentan können wir kaum online arbeite­n“, sagt BM Jose­f Kerschdorfer und witzel­t: „Ein Bild zu laden dauert zwei Stunden.“ So könne man keine Homepage online stellen. Aber die Seite sei bereits in der Schublade und warte nur noch auf eine schnelle Internetverbindung. „Wir haben dafür in der Zwischenzeit die Hardware erneuert“, sagt Kersch­dorfer.


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