USA: Private Konsumausgaben stiegen im Oktober weniger als erwartet

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA sind die Konsumausgaben im Oktober weniger stark gestiegen als erwartet. Die Ausgaben erhöhten sich zu...

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA sind die Konsumausgaben im Oktober weniger stark gestiegen als erwartet. Die Ausgaben erhöhten sich zum Vormonat um 0,3 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet. Allerdings fiel die Entwicklung im Vormonat mit 0,7 Prozent besser aus als zunächst ermittelt.

Die Einkommen der privaten Haushalte stiegen im Oktober hingegen stärker als erwartet. Sie kletterten um 0,6 Prozent. Erwartet wurde lediglich ein Anstieg um 0,4 Prozent. Zudem ist auch der Zuwachs im Vormonat höher als zunächst gemeldet ausgefallen.

„Die Zahlen sind als robust einzustufen, und an einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed Mitte des Monats dürfte kein Zweifel aufkommen“, sagte Analyst Ralf Umlauf von der Helaba laut Reuters. Die Verbraucherausgaben in den USA stehen für rund 70 Prozent der Wirtschaftskraft.

Die Stimmung der US-Konsumenten ist nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten so gut wie seit über neun Jahren nicht mehr. Dies zeigte jüngst das Barometer zum Verbrauchervertrauen im November. Die gesamte US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal so stark wie zuletzt im Sommer 2014.

Die Teuerung, gemessen an dem von der US-Notenbank Fed bevorzugten Inflationsmaß PCE, verstärkte sich im Oktober. Im Jahresvergleich stieg das Preisniveau auf Verbraucherebene um 1,4 Prozent. Das ist die höchste Rate seit Oktober 2014. Die von der Fed angestrebte Rate von zwei Prozent rückt damit ein Stück näher. Die Kernrate, die schwankende Preiskomponenten wie Energie ausklammert, stagnierte im Oktober bei 1,7 Prozent.


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