Schwaz lässt altes Kunstwerk neu aufleben

Von Eva-Maria Fankhauser...

Das Sgraffito von Adolf Lurcher wurde neu interpretiert.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Aus Alt mach Neu heißt es beim Kolpinggebäude in Schwaz. Denn das ehemalige Kolpinghaus wurde abgerissen und von der Schwazer Firma IWO-Bau neu errichtet. Das heißt nicht nur, dass dort neue Räumlichkeiten entstanden sind, sondern vor allem, dass das kunstvolle Sgraffito an der Fassade des alten Gebäudes verschwunden ist. Das sollte so aber nicht bleiben. „Das Kunstwerk eins zu eins abzulösen und am neuen Gebäude wieder anzubringen, war leider nicht möglich“, erklärt Jürgen Hörhager (IWO-Bau). Nicht zuletzt wegen der neuen Aufteilung der Fenster. Ganz in Vergessenheit geraten sollte das Kunstwerk aber auch nicht. „Wir haben uns entschieden, es neu zu interpretieren“, sagt Hörhager. Dazu wurde die Künstlerin Sandr­a Mair engagiert.

„Das alte Handwerk war schon eine anspruchsvolle Arbeit für mich“, betont die Künstlerin und fügt hinzu: „So etwas hat man nicht immer.“ Wie bei einem Fresco hat sie zwei Wochen lang an der Fassade gekratzt, geschabt und gewerkelt. Die Szenen sind dieselben geblieben, nur die Farbe ist verschwunden. Klare, schwarze Linien zieren die Fassade nun. Geometrische Flächen in detaillierter Arbeit lassen das Kunstwerk als Ganzes über zwei Etagen hinweg wirken. Für BM Hans Lintner bedeutet das Kunstwerk ein gelungenes Stück Erinnerungskultur. Auch Kulturreferentin Iris Mailer-Schrey gefällt die neue Interpretation sehr gut.


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