Venedig: Wo die Gondeln Hunde tragen

Venedig ist auf den Hund gekommen, davon zeugt ein neuer Bildband, der den Street-Style der italienischen Bellos unter die Lupe genommen hat.

© edition a

Innsbruck –„Irgendetwas stimmt hier nicht“, bemerkte der Journalist Christian Ortner bei einem Besuch in Venedig, und er meinte nicht etwa die Touristenmassen oder die dicken Kreuzfahrtschiffe, die sich ihren Weg durch die Lagune bahnen. Es sind die Hunde, wie er schließlich erkannte. Nicht nur, dass es für eine Stadt, die auf Wasser gebaut ist, erstaunlich viele von ihnen gibt. „Die Serenissima ist sozusagen Dog Central“, schreibt der Autor im Bildband „Die Hunde von Venedig“. Doch es war nicht nur ihre schiere Zahl, sondern vor allem auch das elegante Erscheinungsbild der Tiere, das insbesondere in den Wintermonaten den Besucher der Stadt beeindruckt. Boxer Achille, ein Albino mit einem blauen und einem schwarzen blutunterlaufenen Auge trägt etwa schwarzes Leder, gefüttert mit weißen Schaffell passend zum weißen Hundefell. Chihuahua Sofia Loren ist hingegen lieber Pretty in Pink, sie trägt einen Strick-Anzug, passend zum Outfit des Frauchens. Hüterhund Hrvatski Ovcar trägt indes schlichtes Rot, während das Cape mit Kapuze der beiden Windspiele Milli und Zenzero zum Glück weiß ist. In Rot würden die beiden von hinten womöglich noch an Nicolas Roegs düsteren Klassiker „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ erinnern.

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