Finnischer Regierungschef wehrt sich gegen Zensurvorwürfe

Helsinki (APA/dpa) - Finnlands Premier Juha Sipilä hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, er habe in die Pressefreiheit eingegriffen. Er soll v...

Helsinki (APA/dpa) - Finnlands Premier Juha Sipilä hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, er habe in die Pressefreiheit eingegriffen. Er soll versucht haben, die Berichterstattung des öffentlichen Rundfunksenders „Yle“ über eine Firma zu beeinflussen, die seiner Familie gehört. „Ich hatte nicht die geringste Absicht, die Pressefreiheit einzuschränken, oder zu beeinflussen, was „Yle“ sagt“, erklärte er am Mittwoch.

Unter anderem soll Sipilä 20 E-Mails an den zuständigen Journalisten geschickt haben. Der Rundfunksender hatte berichtet, dass das Stahlunternehmen Katera Steel, das Sipiläs Familie gehört, einen Auftrag über 500.000 Euro von der staatlichen Minengesellschaft Terrafame erhalten habe - kurz nachdem Sipiläs Regierung Terrafame zusätzliche Unterstützung bewilligt hatte.

Laut Medienberichten soll „Yle“ seine Berichterstattung über den Deal nach Sipiläs Eingreifen zurückgefahren haben. Dem widersprach ein führender Redakteur des Senders am Mittwoch.

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