Zürcher Börse schließt fester

Zürich (APA/dpa-AFX) - Am Aktienmarkt in der Schweiz haben zur Wochenmitte die Kursgewinner im Leitindex SMI den Ton angegeben. Unterstützun...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Am Aktienmarkt in der Schweiz haben zur Wochenmitte die Kursgewinner im Leitindex SMI den Ton angegeben. Unterstützung kam dabei einerseits vom OPEC-Treffen in Wien, wo sich die Ölminister auf eine Förderkürzung geeinigt haben.

Gleichzeitig gaben besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturzahlen wie etwa die ADP-Daten zur Beschäftigung im Privatsektor und auch das überraschend deutlich aufgehellte Geschäftsklima in der Region Chicago im November den US-Börsen Rückenwind, was sich letztlich auch auf den Markt in der Schweiz ausgewirkt hat, hieß es im Handel. Besonders deutliche Bewegungen verzeichnete zur Wochenmitte noch der Devisenmarkt. Der Dollar zog im Nachmittagshandel kurzzeitig auf über 1,02 Schweizer Franken an.

Der Swiss Market Index (SMI) beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,38 Prozent auf 7.875,19 Punkte. Damit schloss er aber unter seinem Tageshoch von 7.900 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, hat um 0,47 Prozent höher auf 1.254,23 Zähler geschlossen und der breite Swiss Performance Index (SPI) verzeichnete Gewinne von 0,33 Prozent auf 8.623,48 Punkte.

Das Thema Nummer eins bleibt weiterhin die Zukunft des Biopharma-Unternehmens Actelion (-6,2 Prozent). Kurz vor Handelsschluss schickten Berichte, Vorstandschef Jean-Paul Clozel habe die Offerte von Johnson&Johnson abgelehnt, die Aktien auf ihr Tagestief. Im Handelsverlauf hatten bereits Gewinnmitnahmen die Papiere belastet.

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Anleger seien nach dem Wirrwarr der vergangenen Tage um eine mögliche Übernahme durch den US-Konzern Johnson&Johnson sehr verunsichert, hieß es zuletzt. Am Vortag waren die Akten nach Medienberichten über eine aufgestockte Offerte der Amerikaner noch bis auf 211 Franken in die Höhe geschossen.

Auf der Verliererseite folgen mit großem Abstand die Aktien von Aryzta und Bâloise (beide -1,5 Prozent). Größere Gewinne im SMI wurden an diesem Tag vor allem durch die Kursentwicklung von Roche (+0,1 Prozent) verhindert. Eine Branchenstudie der Deutschen Bank habe hier tendenziell belastet, heißt es von Händlerseite. Der zuständige Analyst betonte, dass er auch weiterhin an die Pipeline und das neue Produkte-Portfolio von Roche glaube. Dennoch sehe er in anderen Titeln derzeit größeres Potenzial, begründete er sein gesenktes Kursziel.

Die anderen beiden Schwergewichte Novartis (+0,3 Prozent) und Nestlé (+0,2 Prozent) haben unterdessen ihre Kursgewinne bis zum Handelsschluss abgebaut und somit zum Gesamtbild beigetragen. Zu Novartis heißt es in der Pharma-Studie der Deutschen Bank, das Jahr 2016 werde durch das unterdurchschnittliche Abschneiden des potenziellen Blockbusters Entresto und den ausgebliebenen Turnaround der Augensparte Alcon charakterisiert. Der Konzern sei aber breit aufgestellt und die Leistungsbilanz in Sachen Innovation bleibe solide.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA534 2016-11-30/18:13


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