Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger zur Wochenmitte fürs Abwarten entschieden. Der DAX büßte b...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger zur Wochenmitte fürs Abwarten entschieden. Der DAX büßte bis zum Handelsschluss am Mittwoch einen Großteil seiner zwischenzeitlichen Gewinne wieder ein und ging 0,19 Prozent höher bei 10.640,30 Punkten aus dem Handel. Auf Monatssicht ergibt sich trotz der Turbulenzen rund um die US-Präsidentschaftswahl im November nur ein Minus von 0,23 Prozent.

„Der DAX handelt weiter im Niemandsland zwischen 10.550 und 10.800 Punkten und wartet auf einen Impulsgeber, der kurz vor Weihnachten noch einmal etwas an Schwung aufs Börsenparkett bringt“, sagte Marktbeobachter Jens Klatt. Der MDax der mittelgroßen Werte bewegte sich am Mittwoch mit plus 0,06 Prozent auf 20 876,52 Punkte kaum vom Fleck. Für den Techwerte-Index TecDax ging es um 0,19 Prozent auf 1.717,12 Punkte aufwärts.

Zur Wochenmitte sorgte zwar die Neuauflage der Fusionsverhandlungen zwischen Linde und Praxair für etwas gute Laune. Allerdings hielten sich die Anleger vor dem Verfassungsreferendum am Wochenende in Italien mit Engagements zurück. Es droht eine neue Eurokrise, da Regierungschef Matteo Renzi für den Fall einer Niederlage seinen Rücktritt angekündigt hat.

Die Anleger blickten zudem auf das Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in Wien. Das Öl-Kartell beschloss am Nachmittag, eine im Grundsatz bereits getroffene Einigung über geringere Fördermengen nun konkret umzusetzen. Bereits zuvor haben die Ölpreise kräftig angezogen, was auch die Stimmung der Anleger etwas gehoben hatte.

Unter den Einzelwerten ragten Linde-Papiere mit einem Kurssprung von 4,73 Prozent auf das höchste Niveau seit einem Jahr klar heraus. Der Industriegase-Hersteller und Anlagenbauer hatte am Dienstagabend mitgeteilt, einen überarbeiteten Fusionsvorschlag von Praxair erhalten zu haben. Erste Gespräche waren im September gescheitert. Nun hoffen die Anleger erneut auf das Entstehen eines Weltmarktführers für Industriegase. Für Lufthansa-Papiere ging es dagegen am DAX-Ende um 1,61 Prozent abwärts, denn die Pilotenstreiks bei der Kranich-Linie gehen weiter.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA540 2016-11-30/18:26


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