Referendum in Italien: Prodi will „Ja“ stimmen

Rom (APA) - Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Romano Prodi stärkt Italiens Premier Matteo Renzi vor dem am Sonntag geplanten Referendum ...

Rom (APA) - Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Romano Prodi stärkt Italiens Premier Matteo Renzi vor dem am Sonntag geplanten Referendum über die Verfassungsreform den Rücken. Prodi erklärte am Mittwoch, dass er mit „Ja“ für Renzis ausgedehnte Verfassungsänderung stimmen wird.

Auch wenn die vorgeschlagenen Reformen nicht immer die „notwendige Tiefe und Klarheit“ vorweisen würden, werde ich Ja stimmen. „Ich spüre die Pflicht, meine Wahlabsichten bekanntzugeben“, schrieb Prodi in einer Mitteilung.

Premier Renzi dankte Prodi für seine Worte. „Ich danke Prodi, der mit ‚Ja‘ stimmt, obwohl er nicht alle Aspekte der Reform teilt. Er sieht ein, dass das ‚Ja‘ ein Bedürfnis des Landes ist“, so der Regierungschef.

Laut Regierung soll die Verfassungsreform mehr politische Stabilität schaffen, da Italien innerhalb von rund 70 Jahren 63 Regierungen hatte. Vor allem soll die Macht des Senats als zweite Parlamentskammer beschnitten werden. Die Senatoren sollen Regierungen nicht mehr stürzen und Gesetzesvorhaben dauerhaft blockieren können. Kritiker fürchten dagegen um die Gewaltenteilung.

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