Tirol bekommt neuen Polizei-Heli und steuert 4 Millionen Euro bei

Der neue Polizei-Heli wird ganzjährig vom Innenministerium betrieben.

(Symbolfoto)
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Innsbruck, Wien – Der Nationalrats-Innenausschuss hat am Mittwoch einer Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol für den Ankauf eines eigenen Polizeihubschraubers für den Zivil- und Katastrophenschutz im Bundesland zugestimmt. Die Kosten für den Flugbetrieb inklusive Personal übernimmt vorläufig der Bund, im Gegenzug steuert Tirol vier Mio. Euro zum Kaufpreis bei, teilte die Parlamentskorrespondenz mit.

Der Beschluss erfolgte einstimmig. Über den gesamten Einsatzzeitraum hinweg sei ein Kostenausgleich vorgesehen. Der Hubschrauber soll ganzjährig zur Verfügung stehen und je nach Bedarf sowohl für den Zivil- und Katastrophenschutz als auch für polizeiliche Aufgaben zum Einsatz kommen.

„Die Waldbrände der jüngsten Vergangenheit, die zahlreichen Murenereignisse und nicht zuletzt der beginnende Winter mit den ersten Lawinenunglücken haben uns einmal mehr eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig der Ankauf und Einsatz eines ganzjährig im Land stationierten Hubschraubers für die künftige Versorgung Tirols im Katastrophenfall ist“, erklärte indes Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) in einer Aussendung. Der Hubschrauber werde vom Land Tirol finanziert und vom Innenministerium ganzjährig betrieben und mitsamt Besatzung in Tirol stationiert.

Derzeit erfolge der Ausschreibungsvorgang für den Hubschrauber, so Platter . Im Frühjahr 2017 soll dann das Gesamtpaket dem Tiroler Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Der Hubschrauber-Pakt wurde geschlossen, nachdem im vergangenen Jahr das Aus für den Hubschrauberstützpunkt des Heeres in der Kaserne in Vomp angekündigt worden war. Doch die Schließung wurde letztlich mit der von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) vorgelegten Bundesheer-Reform wieder ad acta gelegt. (APA)


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