Europas Leitbörsen zur Eröffnung kaum bewegt erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der europäischen Leitbörsen dürfte am Donnerstag ähnlich wie zuletzt nur wenig von der Stelle kommen. Auch...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der europäischen Leitbörsen dürfte am Donnerstag ähnlich wie zuletzt nur wenig von der Stelle kommen. Auch die von der OPEC beschlossene Drosselung der Erdölförderung und in der Folge deutlich gestiegene Ölpreise konnten die Investoren zunächst nicht aus der Reserve locken. Zu groß ist die Zurückhaltung vor dem am Wochenende anstehenden Verfassungsreferendum in Italien.

Vor dem Handelsstart signalisiert der Future für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ein Plus von nur 0,03 Prozent. Der FTSE-100 in London wird ebenfalls nur knapp im grünen Bereich 0,05 Prozent höher erwartet. Der DAX in Frankfurt hingegen könnte 0,01 Prozent tiefer eröffnen. Am Vortag hatte der DAX ein knappes Plus ins Ziel gerettet und für den Monat November - trotz der Turbulenzen rund um die US-Präsidentschaftswahl und Donald Trumps Überraschungssieg - lediglich einen minimalen Kursrückgang ausgewiesen.

Es sei bemerkenswert, dass selbst die letzten Handelstage des Monats, die üblicherweise zu den stärksten gehörten, dem DAX keinen Rückenwind gegeben hätten, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die offensichtliche Vorsicht der Anleger vor dem Referendum in Italien sei angesichts der Überraschungen bei den letzten Wahlen und Abstimmungen aber „durchaus nachvollziehbar“.

Am Donnerstag dürfte die Aufmerksamkeit zunächst den Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone gelten, so Schmidt weiter. Diese dürften zwar solide ausfallen, der Europäischen Zentralbank (EZB) aber keinen Grund liefern, etwas an ihrer ultralockeren Geldpolitik zu ändern.

Die Aktien von Linde könnten weiter von Fusionshoffnungen profitieren. Börsianer verwiesen auf einen Bericht im „Handelsblatt“ (HB), dem zufolge Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle den neuen Anlauf des US-Industriegase-Konzerns Praxair für ein Zusammengehen mit Zugeständnissen für Lindes Hauptstandort in München begrüßt. Im Falle eines Scheiterns befürchtet Reitzle dem Blatt zufolge einen feindlichen Übernahmeversuch.

Am Mittwoch hatte das neue Angebot der Amerikaner der Linde-Aktie einen knapp fünfprozentigen Kurssprung beschert. Vorbörslich notierten sie zuletzt etwas fester.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA072 2016-12-01/08:37


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