Gostner bleibt Obmann, Penz mit Brandrede

Innsbrucks Touristiker wählten gestern erwartungsgemäß Karl Gostner zum neuen alten Obmann. Vorstand Penz feuerte gegen Politik und Motel-One-Kapazität.

Karl Gostner wird dem Tourismusverband Innsbruck weitere fünf Jahre vorstehen. Er will die bereits gut etablierte Marke weiter forcieren.
© Kristen

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Es war der erwartete und ungefährdete Start-Ziel-Sieg. Karl Gostner wurde gestern im Rahmen der Vollversammlung vom zuvor frisch gewählten Aufsichtsrat in seiner Funktion als Obmann des Tourismusverbandes Innsbruck und seine Feriendörfer bestätigt. Gostner stehen im Vorstand die beiden Hoteliers August Penz und Mario Gerber zur Seite.

Und es war insbesondere Penz, der noch vor der Wahl massive Kritik an aktuellen Entscheidungen und Entwicklungen in der Stadt übte. So wie an den Plänen von Pema-Chef Markus Schafferer, am Hauptbahnhof in seinem dritten Pema-Turm die Hotelkette Motel One unterzubringen. Wobei Penz klarstellte, dass weder die Innsbrucker Hoteliers noch die heimische Branche etwas gegen Motel One an sich habe: „Wir wollen aber Chancengleichheit.“ Denn die kolportierte Kapazität von 300 Zimmern geht Penz weiter massiv gegen den Strich. 120 Zimmer – das sei verträglich und würde in die Struktur der Stadt passen, sagt Penz: „Wir wissen, was der Stadt guttut.“

Noch emotionaler wurde Penz hinsichtlich des einstimmigen Stadtsenatsbeschlusses zur Abschaffung des Feuerwerks beim Bergsilvester, die TT berichtete. „Welcher Spaßbremse ist denn das eingefallen?“ Das Umweltargument lässt Penz nicht gelten, es gebe feinstaubarme Feuerwerke. Das Feinstaubärmste wäre natürlich, so Penz gestern, den Italienern am Brenner zu sagen: „Fahrt’s heim!“

Dem hielt Tourismus-StR Franz Gruber entgegen, dass auch eine Lasershow als Feuerwerksersatz ein Alleinstellungsmerkmal sein könnte.

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