Skispringen: ÖSV-Damen starten in Lillehammer in den WM-Winter

Lillehammer (APA) - Wenige Tage nach den Herren starten auch die Skispringerinnen in den Weltcup-Winter. Am Schauplatz Lillehammer, wo auch ...

Lillehammer (APA) - Wenige Tage nach den Herren starten auch die Skispringerinnen in den Weltcup-Winter. Am Schauplatz Lillehammer, wo auch die Nordischen Kombinierer am Start sind, kämpfen sechs ÖSV-Athletinnen erstmals in der WM-Saison um Weltcup-Punkte. Gleichzeitig beginnt auch die Jagd auf Titelverteidigerin Sara Takanashi. Die Japanerin hatte vergangene Saison gleich 14 von 17 Bewerben gewonnen.

Auf dem Programm stehen am Freitag (17.00 Uhr) und Samstag (15.00) zwei Normalschanzen-Bewerbe. Nur in Oberstdorf und zum Saisonabschluss in Oslo springen die Damen vom großen Bakken. Trotz einiger verletzungsbedingter Rückschläge im Team hofft man im ÖSV-Lager auf eine neuerlich erfolgreiche Saison. Immerhin hatten Daniela Iraschko-Stolz, Jacqueline Seifriedsberger und Chiara Hölzl in der Endwertung die Ränge zwei, vier und fünf und damit auch den Nationencup geholt.

Iraschko-Stolz musste in der Vorbereitung allerdings zwei Rückschläge hinnehmen. Eine Knie-Operation und auch noch ein eingerissenes Seitenband warfen die Steirerin zurück. „Ich bin derzeit noch etwas gehandicapt, da ich im Training gern noch mehr Sprünge machen würde, das Knie mir aber da einen Strich durch die Rechnung macht“, gestand Iraschko-Stolz. Deshalb müsse sie schon die Trainings wie Wettkämpfe bestreiten und auf Qualität statt Quantität achten. „Ich hoffe, dass das im Laufe der Saison besser wird und sich das Knie an die Belastung gewöhnt. Nichtsdestotrotz fühle ich mich fit für den Weltcupauftakt, ich weiß, dass ich auf einem sehr hohen Niveau springe.“

Cheftrainer Andreas Felder blickt trotz des „durchwachsenen Sommers“ wegen der Verletzungen zuversichtlich in die Saison. „Unsere Erwartungen müssen schon höhergesteckt sein. Wir haben jetzt zweimal hintereinander den Nationencup gewonnen und haben vier Athletinnen, die ohne fremde Hilfe aufs Stockerl springen können. Dementsprechend müssen wir uns auch die Ziele setzen. Wir wollen bei der Weltmeisterschaft um die Medaillen mitspringen“, sagte der Tiroler. Zudem wolle man verhindern, dass Takanashi die Saison wieder so sehr dominiert wie in der vergangenen Saison. „Das große Ziel sollte heuer sein, dass wir sie öfter schlagen.“

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Neben Iraschko-Stolz („Ich baue bei der Dani auf die Routine“) hat Felder aber auch weitere Sorgenkinder: Hölzl hat im September einen Meniskus-Eingriff gehabt. „Es war kein riesengroßer Eingriff, aber sie hat doch drei Kurse auslassen müssen“, so Felder. Und Eva Pinkelnig hat nach gutem Training beim ersten Schneesprung einen recht schweren Sturz zwar ohne Verletzung, aber mit anderen Auswirkungen überstanden. „Mental ist sie noch ein bisserl angeknackst“, gibt Felder zu. Seifriedsberger sei in guter Form auf jeden Fall auch wieder für Podestplätze gut.

ÖSV-Aufgebot Lillehammer: Daniela Iraschko-Stolz (St), Chiara Hölzl, Claudia Purker (beide S), Jaqueline Seifriedsberger, Elisabeth Raudaschl (beide OÖ), Eva Pinkelnig (V)


Kommentieren